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Geschäftsverlauf in den SegmentenSteel: Hohe Ergebnissteigerung
Das Segment Steel konnte im 1. Quartal 2006/2007 an die sehr erfreuliche Entwicklung des vergangenen Geschäftsjahres anknüpfen. Sowohl Auftragseingang als auch Umsatz übertrafen die Werte des Vorjahresquartals. Der wertmäßige Auftragseingang nahm um 6 % auf 2,8 Mrd € zu; dies war bei insgesamt leicht rückläufigen Bestellmengen auf ein gestiegenes Preisniveau zurückzuführen. Durch höhere Mengen und Preise erhöhte sich der Umsatz um 13 % auf 2,8 Mrd €. Darüber hinaus schlug auch eine weitere Verschiebung der Lieferstruktur hin zu höherwertigen Produkten positiv zu Buche. Die Business Unit Steelmaking konnte die Rohstahlerzeugung gegenüber dem Vorjahr um 3 % auf annähernd 3,6 Mio t steigern. Auf Grund einer Reparatur am Hochofen 1 in Duisburg-Schwelgern wurde das geplante Produktionsniveau der ThyssenKrupp Steel AG nicht ganz erreicht. Die verminderte Roheisenproduktion konnte jedoch durch interne Optimierungsmaßnahmen in den Stahlwerken, den Einsatz vorhandener Brammenbestände sowie Zukäufe von Dritten kompensiert werden, so dass die Warmbandproduktion hierdurch mengenmäßig nicht beeinflusst wurde. Bei annähernd konstantem Versand erreichte die Business Unit Industry eine Umsatzausweitung. Dies gelang, obwohl der Absatz in verschiedenen Bereichen zeitweilig durch Vormaterialengpässe belastet war, die auf Störungen in der Vergangenheit beruhten. Zur Überwindung der Engpässe wurden die eigenen Fertigbestände weitestmöglich zurückgefahren; trotzdem konnte nicht allen Mengenwünschen entsprochen werden. Gleichzeitig führten nochmals leicht verbesserte Quartalsabschlüsse mit vielen unserer Kunden in den Stahl verarbeitenden Branchen zu einem höheren Erlösniveau. Die europäischen Stahl-Service-Center weiteten ihr Geschäft kräftig aus; ursächlich war ein beachtlich höheres Mengenvolumen bei ebenfalls gestiegenen Erlösen. Auch die Bauelemente konnten – nicht zuletzt als Folge der anspringenden deutschen Baukonjunktur – gegenüber dem schwachen Vorjahresquartal mengen- und erlösbedingte Zuwächse realisieren. Die Business Unit Auto profitierte von der überwiegend lebhaften Branchenkonjunktur in Europa und erzielte einen starken Umsatzanstieg. Im Vorjahresvergleich höhere Abrufe der meisten Automobilhersteller und die auch im Berichtsquartal wieder durchschlagenden Preiserhöhungen bei den Jahreskontrakten waren hier maßgeblich. Weil die großen US-amerikanischen Automobilproduzenten ihre Produktionen erheblich kürzten, realisierten die Stahl-Service-Aktivitäten in Nordamerika geringere Umsätze. Die Preise konnten jedoch auf hohem Niveau konstant gehalten werden. In der Business Unit Processing nahm der Umsatz ebenfalls zu. Bei Weißblech konnten in einem hart umkämpften europäischen Markt Versand und Erlösniveau angehoben werden. Hoesch Hohenlimburg wies eine nur leichte Geschäftsausweitung aus, da in den Zahlen des vergleichbaren Vorjahresquartals noch das mittlerweile veräußerte Geschäft der Profilfertigung enthalten war; die Mengen- und Erlösentwicklung bei Mittelband lag signifikant über den unterdurchschnittlichen Vergleichswerten des entsprechenden Vorjahresquartals. Weiterhin sehr günstig entwickelte sich auch der Bereich kornorientiertes Elektroband. Die weltweit expandierende Nachfrage nach diesem Spezialprodukt wurde erneut von einem signifikanten Anstieg des Erlösniveaus begleitet. ErgebnisDas Segment Steel steigerte den Gewinn vor Steuern um 137 Mio € auf 409 Mio €. Die Gewinnsteigerung resultierte aus dem Geschäft der am Markt tätigen Business Units Industry, Auto und Processing, während der Ergebnisbeitrag der Business Unit Steelmaking wegen der vorübergehend eingeschränkten Verfügbarkeit eines der beiden Großhochöfen in Duisburg-Schwelgern deutlich geringer war. Die Business Unit Industry steigerte den Gewinn bei insgesamt nahezu unveränderten Absatzmengen kräftig. Hierzu trugen sowohl Erlös- und Produktportfolioverbesserungen als auch weitere Kostensenkungsmaßnahmen bei, so dass die Kostensteigerungen bei Zink und anderen Vormaterialien nicht durchschlugen. Die Stahl-Service-Center konnten das positive Ergebnisniveau des Vorjahres halten; höhere Kosten wurden durch Absatzsteigerungen kompensiert. Die Operating Group Bauelemente steigerte den Gewinn durch höhere Erlöse und Absatzmengen. Auch die Business Unit Auto verbesserte den Gewinn beachtlich. Höhere Erlöse und Absatzmengen sowie Vorteile aus dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess überkompensierten die Kostenzunahme auf der Beschaffungsseite. Tailored Blanks steigerte vor allem durch höhere Absatzmengen im In- und Ausland den Gewinn. Der Gewinn des nordamerikanischen Stahl-Service-Center lag wieder auf Vorjahresniveau. Die Business Unit Processing hat den guten Vorjahresgewinn ebenfalls erheblich übertroffen. Hauptfaktor war die positive Erlösentwicklung beim Elektroband. Mittelband konnte das Vorjahresergebnis erneut ausbauen, im Wesentlichen durch höhere Absatzmengen. Der Gewinn der Operating Group Weißblech lag leicht über Vorjahresniveau. Höhere Mengen und Erlöse kompensierten die Kostensteigerungen. Stainless: Deutlich gestiegene Edelstahlpreise
Das Segment Stainless wies im 1. Quartal 2006/2007 eine sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung auf. Bei einer Normalisierung der mengenmäßigen Auftragseingänge stieg der Auftragswert im Vergleich zum Vorjahresquartal um 25 % auf 1,9 Mrd €. Dazu haben die höheren Legierungsmittelkosten, die im Legierungszuschlag weitergegeben werden, und die seit Anfang 2006 mehrfach angehobenen Basispreise beigetragen. Die Gesamtlieferungen von Stainless lagen im Berichtszeitraum mit insgesamt rund 550.000 t etwa auf Vorjahresniveau. Innerhalb dieses Versandvolumens stiegen vor allem die Kaltbandlieferungen im Vergleich zum Vorjahr an. Stainless konnte den Umsatz im 1. Quartal 2006/2007 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 46 % auf insgesamt 2,0 Mrd € ausweiten. Ausschlaggebend dafür waren die weltweite Nachfragebelebung, das deutlich gestiegene Basispreisniveau sowie insbesondere die im Transaktionspreis enthaltene Nickelkomponente. Die Business Unit ThyssenKrupp Nirosta profitierte von der weiterhin hohen Nachfrage in Europa. Der Umsatz lag deutlich über dem Wert des Vorjahresquartals. Trotz eines Brandes im Kaltwalzwerk Krefeld im Juni 2006 konnten die Kunden dank der Unterstützung der Business Units Shanghai Krupp Stainless und ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni weitgehend bedarfsgerecht beliefert werden. Auch die Business Unit ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni erzielte bei der anhaltend guten Nachfrage nach Edelstahl-Erzeugnissen einen hohen Umsatzzuwachs. Mit der Inbetriebnahme eines neuen Sendzimir-Gerüsts im Oktober 2006 konnte die Kapazität des Werks Terni erweitert werden. Weitere Investitionen stärken gegenwärtig die dortigen Rostfrei-Aktivitäten; außerdem wird die Schmiede modernisiert. ThyssenKrupp Mexinox baute durch die Kapazitätssteigerung und Produktportfolioausweitung der neuen Blankglühanlage die starke Position im nordamerikanischen Markt für anspruchsvolle Edelstahl- Produkte weiter aus. Der Umsatz konnte kräftig zulegen. Den größten Umsatzzuwachs verzeichnete die Business Unit Shanghai Krupp Stainless. Ursächlich waren die hohe chinesische Inlandsnachfrage nach Edelstahl-Rostfrei-Kaltflachprodukten und die Inbetriebnahme der Warmband-Glüh-/Beizlinie. Zudem unterstützte Shanghai die Business Unit ThyssenKrupp Nirosta nach dem Werksbrand und den damit verbundenen Produktionseinschränkungen mit Materiallieferungen. Die Business Unit ThyssenKrupp VDM führte ihr umfangreiches Programm zur nachhaltigen Verbesserung aller Geschäftsprozesse fort. Darüber hinaus wurde eine Reihe von Investitionen zur Schaffung bzw. Ausweitung von Schmiede- und Umschmelzkapazitäten auf den Weg gebracht, um die Profitabilität der Gesellschaft nachhaltig zu stärken. Der Umsatz mit Hochleistungswerkstoffen stieg auf Grund der erhöhten Nachfrage aus den Bereichen Chemie und Anlagenbau sowie aus der Luftfahrtindustrie bei gleichzeitig beträchtlich angezogenen Rohstoffpreisen für Legierungsmittel stark an. Die Business Unit ThyssenKrupp Stainless International stärkte ihr Vertriebspotenzial durch zwei neue Service-Center in Polen und Großbritannien. Diese verbessern die Abdeckung der britischen und osteuropäischen Märkte. Der Umsatz konnte deutlich ausgeweitet werden. ErgebnisDer Gewinn des Segmentes Stainless Steel stieg im Berichtsquartal um 318 Mio € auf 325 Mio €. Während zum Ende des 1. Quartals des Vorjahres das Rostfrei-Flach-Geschäft seinen Tiefpunkt erreicht hatte, setzte sich im 1. Quartal 2006/2007 die seit Anfang 2006 anhaltende Nachfragebelebung in nahezu allen Marktsegmenten fort. Dies zeigt sich sowohl in den durchgesetzten Basispreiserhöhungen als auch in den höheren Liefermengen. Die positive Entwicklung basiert ebenso auf einem Anstieg der Endverbrauchernachfrage wie auf der Auffüllung der im Vorjahr gesenkten Bestände der Lagerhalter. Darüber hinaus wirkte sich der Preisanstieg für Nickel über die Bestandsveränderung ergebniserhöhend aus. Ergebnisbelastend wirkten die teilweise extrem gestiegenen Kosten für Rohstoffe sowie Energie, insbesondere Strom und Gas. Vor diesem Hintergrund stieg der Gewinn der Rostfrei-Flach-Aktivitäten weltweit signifikant im Vergleich zum Vorjahresniveau an. Im deutschen Rostfrei-Flach-Geschäft konnten erhöhte Aufwendungen auf Grund von Maßnahmen zur Erhaltung der Lieferbereitschaft und Schadensminderung infolge des Brandschadens im Werk Krefeld durch Versicherungsleistungen kompensiert werden. Die italienischen Aktivitäten erzielten im Rostfrei-Flach-Geschäft erhebliche Gewinnzuwächse. Auch die mexikanischen Kaltwalzaktivitäten erhöhten ihren Gewinn in einem positiven Marktumfeld signifikant. Auf dem asiatischen Markt, speziell in China, ist weiterhin eine positive Nachfrageentwicklung nach rostfreien Kaltflachprodukten zu verzeichnen. Allerdings reichen die realisierten Preisanhebungen der chinesischen Produzenten nicht aus, die aktuellen Kostensteigerungen auf der Einkaufsseite auszugleichen. Trotz des immer noch schwierigen Marktumfelds erwirtschafteten die chinesischen Kaltwalzaktivitäten einen Gewinn, nachdem im Vergleichsquartal des Vorjahres noch ein Verlust angefallen war. Dies ist auf ein verbessertes Produktprogramm, erhöhte Exportaktivitäten und Lohnarbeiten sowie die erzielten Kostenvorteile aus der Inbetriebnahme der Glüh- und Beizlinie für Warmband zurückzuführen. Auch der Bereich Nickellegierungen realisierte einen wesentlichen Gewinnzuwachs, getragen von der anhaltend guten Nachfrage aus dem Anlagenbau, der Luftfahrt- sowie der Öl- und Gasindustrie. Technologies: Hohes Auftragsvolumen
Zum 01. Oktober 2006 wurden die Automotive-Aktivitäten von ThyssenKrupp in das Segment Technologies eingebracht, um die Engineering-Kompetenz zu bündeln und die Innovationskraft weiter zu stärken. Außerdem richteten wir das Automotive-Geschäft neu aus. Am 30. November 2006 wurde das Karosserie- und Fahrwerksgeschäft in Nordamerika mit einem Umsatz von rund 1 Mrd € und 3.500 Mitarbeitern verkauft. Das Segment Technologies gliedert sich nunmehr in die Business Units Plant Technology, Marine Systems, Mechanical Components, Automotive Solutions und Transrapid. Die Zahlen des Vorjahreszeitraums wurden entsprechend der neuen Struktur angepasst. Auftragseingang und UmsatzTechnologies ist gut in das neue Geschäftsjahr gestartet, obwohl die negativen US-Dollarkurs-Einflüsse und die Unternehmensabgänge die Zahlen belasteten. Mit 3,8 Mrd € wuchs der Auftragseingang um 18 % gegenüber dem guten Wert des Vorjahresquartals. Der Umsatz konnte mit 3,1 Mrd € das Vorjahresniveau nicht ganz erreichen. Hierzu trugen auch geringere Umsätze im Automotive-Systemgeschäft bei. Mit einem Auftragsbestand von 13,9 Mrd € zum 31. Dezember 2006 wird derzeit ein Jahresumsatz durch den Bestand abgedeckt. Besonders erfreulich war die Auftragsentwicklung im Spezial- und Großanlagenbau von Plant Technology. Neue Projekte ließen den Auftragseingang beachtlich ansteigen. Der hohe Umsatz des Vorjahreszeitraums wurde nochmals übertroffen. Auffallend stark war die Nachfrage aus Regionen mit hohen Rohstoffvorkommen und einem wachsenden Bedarf an Energie und Grundstoffen. Vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern führte dies bei den dort begrenzten Produktions- und Transportkapazitäten zu einer anhaltend guten Projektlage für die Hersteller von fördertechnischen Anlagen. Marine Systems erzielte mit der Einbuchung von zwei SWATH-Schiffen für deutsche Zollbehörden, drei Yachtneubauten und einem erhöhten Auftragseingang im Reparatur- und Servicegeschäft ein leicht über dem Vorjahr liegendes Ordervolumen. Der Umsatz lag unter dem Vorjahresniveau. Bei SWATH-Schiffen handelt es sich um Fahrzeuge mit spezieller Rumpfform, die auch bei starkem Seegang sehr ruhig im Wasser liegen. Die Business Unit Mechanical Components umfasst das Liefer- und Leistungsspektrum von Hightech-Komponenten für die Automobil- und Baumaschinenindustrie sowie für Anwendungen im allgemeinen Maschinenbau. Insgesamt entwickelte sich im 1. Quartal 2006/2007 die Nachfrage positiv, der Auftragseingang lag über dem Umsatz. Bedingt durch die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem brasilianischen Real sowie durch entfallende Umsätze aus der zwischenzeitlich veräußerten brasilianischen Gießerei erreichte der Umsatz nicht ganz das Vorjahresniveau. Bereinigt um diese Effekte ist er allerdings leicht gestiegen. Die Business Unit Automotive Solutions liefert innovative Systemlösungen für die Automobilindustrie in den Anwendungsfeldern Lenkungen, Dämpfer, Karosserierohbau, Karosserie- und Fahrwerksteile sowie Montagesysteme für Motoren, Getriebe und Achsen. Beim Auftragseingang wurde ein Zuwachs erzielt, der maßgeblich auf erhöhte Auftragswerte im Geschäft mit Karosserierohbauanlagen, Werkzeugen und Montagesystemen zurückzuführen ist. Der Umsatz lag unter dem Vorjahresniveau. Hierzu trug ein geringeres Abrechnungsvolumen in den Bereichen Karosserieanlagen- und Werkzeugbau sowie Montagesysteme in Deutschland und den USA bei. Außerdem waren die Umsätze bei Dämpfersystemen rückläufig. Transrapid erzielte einen höheren Umsatz als im Vorjahresquartal. ErgebnisDas Segment Technologies erwirtschaftete im 1. Quartal 2006/2007 einen Gewinn von 138 Mio € nach 118 Mio € im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die wesentlichen Ergebnisbeiträge stammten von den Business Units Plant Technology, Marine Systems und Mechanical Components, die jeweils deutliche zweistellige Millionengewinne erzielten. Plant Technology übertraf den Vorjahresgewinn erheblich. Ursache waren höhere Umsatzrealisierungen bei margenstarken Aufträgen. Hinzu kamen positive Effekte aus der Zeitbewertung von Kurssicherungsgeschäften. Marine Systems konnte den Gewinn gegenüber dem 1. Quartal des Vorjahres mehr als verdoppeln. Die Gewinnerhöhung resultierte im Wesentlichen aus verbesserten Auftragsergebnissen und einer Ausweitung des Servicegeschäfts. Wie bereits berichtet, werden ab dem laufenden Geschäftsjahr die verbliebenen Aktivitäten des ehemaligen Segments Automotive in die Business Units Mechanical Components und Automotive Solutions eingegliedert. Dabei wurde das Komponentengeschäft Mechanical Components zugeordnet. Die Business Unit Mechanical Components steigerte den Gewinn auf hohem Niveau noch einmal spürbar. Hauptfaktoren waren die anhaltend hohe Nachfrage nach Großwälzlagern und Ringen sowie die rückläufigen Vormaterialpreise bei den nordamerikanischen Gießereien. Auch aus dem Verkauf einer brasilianischen Gießerei resultierte ein positiver Ergebnisbeitrag. Die Business Unit Automotive Solutions, die nun unter anderem auch das Systemgeschäft des ehemaligen Segments Automotive umfasst, erwirtschaftete einen Verlust im einstelligen Millionenbereich, nachdem im Vorjahr ein positives Ergebnis erzielt wurde. Das laufende Ergebnis war durch Anlaufkosten für Großaufträge bei den deutschen Presswerken und durch eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen im Lenkgetriebegeschäft belastet. Beim Transrapid entstand ein leichter, gegenüber dem Vorjahr nochmals verringerter Verlust. Positiv wirkten dabei Lizenzabrechnungen und Kostensenkungsmaßnahmen. Elevator: Weiterhin auf Wachstumskurs
Auftragseingang und UmsatzElevator hat auch im 1. Quartal 2006/2007 den Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt. Sowohl Auftragseingang als auch Umsatz konnten trotz anhaltenden Margendrucks und negativer Wechselkurseffekte ausgeweitet werden. Der Auftragseingang stieg um 3 % auf 1,3 Mrd €. Der Umsatz nahm im Vergleich zum Vorjahr um 7 % auf 1,1 Mrd € zu; dazu haben alle Business Units beigetragen. Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe konnte ihren Auftragseingang und Umsatz gegenüber dem Vorjahr steigern. Vor allem in Deutschland und Frankreich wurde das Geschäft auf Grund der gestiegenen Nachfrage im Neuinstallationsbereich deutlich ausgebaut. Die anderen Regionen erreichten leichte Zuwächse oder bestätigten das gute Vorjahresniveau. Lediglich in Österreich, der Schweiz und den Benelux-Ländern gab es Rückgänge. Die Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East hat den Umsatz deutlich ausgeweitet, konnte das hohe Auftragsniveau des Vorjahres aber nicht ganz erreichen. Das Umsatzwachstum war im Wesentlichen dem starken Neuinstallationsgeschäft in Spanien zu verdanken. Die anderen Regionen verzeichneten ebenfalls steigende Umsätze. In der Business Unit Americas gelang es, trotz stark negativer Wechselkurseffekte das sehr gute Auftragseingangsniveau des Vorjahres zu halten und den Umsatz sogar leicht zu erhöhen. Das Umsatzplus ergab sich aus dem expandierenden Neuinstallationsgeschäft in Nordamerika. Die Business Unit Asia/Pacific konnte ihren Auftragseingang deutlich und ihren Umsatz leicht gegenüber dem Vorjahr erhöhen. In China profitierten wir abermals von der unverändert starken Nachfrage nach Neuinstallationen. Auch in Indien, Australien sowie Südostasien wurden höhere Bestellungen verbucht. Beim Umsatz trugen ebenfalls alle Regionen zum Anstieg bei. Lediglich in Korea verminderten sich Auftragseingang wie auch Umsatz, weil das Geschäft mit Neuinstallationen weiterhin zurückging. In der Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges konnten sowohl mit Fahrtreppen als auch mit Fluggastbrücken höhere Umsätze erzielt werden. Der Auftragseingang blieb hingegen unter dem hohen Vorjahresniveau, das durch die Akquisition von zahlreichen Flughafenprojekten geprägt war. In der Business Unit Accessibility hielt der Wachstumstrend ungebrochen an. Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr ausgebaut werden. ErgebnisDas Segment Elevator steigerte im 1. Quartal 2006/2007 den Gewinn um 12 Mio € auf 97 Mio €. Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe erzielte eine leichte Gewinnsteigerung, die aus höheren Umsätzen insbesondere in Deutschland und Großbritannien resultierte. Belastend wirkte die Verschlechterung der Margen in der Schweiz sowie der Ergebnisrückgang auf Grund niedrigerer Umsätze in den Benelux-Ländern. Die Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East erhöhte den Gewinn. Positiv waren die Umsatzausweitung in Spanien sowie die Effekte aus der Neuausrichtung des Neuanlagengeschäfts in Portugal. In der Business Unit Americas trugen vor allem die nordamerikanischen Aktivitäten zur Gewinnzunahme bei. Neben einem höheren Geschäftsvolumen im Neuanlagenbau wirkten auch Effizienzsteigerungen im Servicegeschäft positiv. Ferner konnten auch die lateinamerikanischen Aktivitäten – vor allem in Brasilien – die Effizienz verbessern. Der im Quartalsdurchschnitt niedriger bewertete us-Dollar führte zu einem Translationsverlust. Die Business Unit Asia/Pacific erreichte nicht das Vorjahresergebnis und verzeichnete einen Verlust. In Korea ist die Situation im Neuanlagengeschäft weiterhin schwierig; zudem belasteten weitere Restrukturierungskosten das Ergebnis. Die Gewinne in China waren stabil. Alle anderen Aktivitäten der Region erzielten steigende Ergebnisbeiträge. Der Bereich Fluggastbrücken innerhalb der Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges erreichte wieder das Ergebnisniveau des Vorjahresquartals; bei den Fahrtreppenaktivitäten in Europa wirkte erneut der Margendruck belastend. Insgesamt schloss die Business Unit mit einem Verlust ab. Die Ausweitung des Geschäftsvolumens führte in der Business Unit Accessibility dazu, dass der Gewinn speziell in den europäischen Aktivitäten nochmals gesteigert wurde. Services: Rekordzahlen
Auftragseingang und UmsatzMit 4,0 Mrd € in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2006/2007 erzielte das Segment Services den bisher höchsten Quartalsumsatz. Der Vergleichswert des Vorjahres wurde damit um 30 % übertroffen. In allen Business Units gab es beachtliche Zuwächse. Ausschlaggebend dafür waren neben der verbesserten konjunkturellen Situation umfangreiche Vertriebsinitiativen und die erfolgreiche Integration und Entwicklung der neu gegründeten und akquirierten Gesellschaften. Die größte Business Unit Materials Services Europe, in der neben dem europäischen auch das südamerikanische und das asiatische Geschäft zusammengefasst sind, hat mit Beginn des Geschäftsjahres 2006/2007 ihren Namen in Materials Services International geändert. Darin kommt insbesondere die zunehmende Bedeutung des im Aufbau befindlichen außereuropäischen Geschäfts zum Ausdruck. Im Berichtsquartal verzeichnete Materials Services International ein erhebliches Umsatzplus. Hierin spiegelt sich die gegenüber dem relativ schwächeren Vorjahresquartal wesentlich bessere Nachfrage- und Preissituation wider. Dies gilt für das gesamte Sortiment – Walzstahl, Edelstahl, Rohre, NE-Metalle und Kunststoffe – und für nahezu alle europäischen Regionen. Vergleichbar zu Europa entwickelte sich das Geschäft in der Business Unit Materials Services North America. Die Nachfrage- und Preisentwicklung – insbesondere bei Walz- und Edelstahl – zeigt Konsolidierungstendenzen. Das Niveau liegt dennoch weit über dem des 1. Quartals 2005/2006. Einen signifikanten Umsatzzuwachs verzeichnete auch die Business Unit Industrial Services. Sowohl durch die neu akquirierten Gesellschaften als auch durch organisches Wachstum konnte das Geschäft wesentlich ausgeweitet werden. Die neuen Aktivitäten in Südamerika entwickelten sich erfreulich. In Nordamerika wurde der außerordentlich hohe Vorjahresumsatz sogar leicht übertroffen. Dank eines erheblich gewachsenen Geschäfts mit technischen Komponenten und einer überwiegend stabilen Nachfrage nach metallurgischen Rohstoffen bei zum Teil sehr hohen Preisen konnte die Business Unit Special Products den Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum beachtlich ausbauen. ErgebnisServices hat mit 192 Mio € den Gewinn im 1. Quartal 2006/2007 mehr als verdoppelt. Die ergebnisstärkste Business Unit Materials Services International verdreifachte ihren Gewinnbeitrag infolge der Ausweitung der Nachfrage und des hohen Preisniveaus. Gleiches gilt für die Business Unit Materials Services North America. Die Business Unit Industrial Services verdoppelte den Gewinn. Vor allem die Dienstleistungen für die Prozessindustrie in Deutschland erzielten bessere Ergebnisse, positiv wirkte weiter auch der Erwerb von Aktivitäten in Brasilien und Deutschland. Die Business Unit Special Products hat den hohen Gewinn des Vorjahres noch einmal verbessert. Hierzu haben alle Aktivitäten beigetragen. Neben dem Walzstahl- und Röhrengeschäft gilt das besonders für die Technik- und Rohstoffaktivitäten.
Der Bereich Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der konzerninternen Dienstleistungen sowie inaktive Gesellschaften, die einzelnen Segmenten nicht zugeordnet werden können. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die zentral im Bereich Corporate geführt und verwertet werden. Darüber hinaus sind Corporate die Auslauf- und Verkaufsbereiche von ThyssenKrupp Budd zugeordnet. Die zwischenzeitlich erfolgte Veräußerung des Verkaufsbereichs ist dabei für die deutliche Verminderung des Corporate-Umsatzes verantwortlich. Das Ergebnis von Corporate betrug -93 Mio €, gegenüber dem Vorjahresquartal ist dies eine Verbesserung von 44 Mio €. Die Gründe sind vor allem positive Ergebniseffekte aus der konzerninternen Finanzierung und aus verringerten Pensionsverpflichtungen in Deutschland und den USA. Gegenläufig wirkten sich höhere Aufwendungen im Bereich Real Estate aus. Die Position Konsolidierung enthält im Wesentlichen die Ergebnisse aus der Eliminierung der Konzernzwischengewinne. |
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