![]() |
![]() |
|
InnovationenInnovative Ideen und neue Wege bei Produkten und Verfahren bilden für ThyssenKrupp als Technologiekonzern wichtige Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Der Erfolg der kommenden Jahre hängt entscheidend von den Ideen unserer Entwickler ab, die Probleme unserer Kunden besser als jemals zuvor zu lösen. Im ersten Quartal 2006/2007 haben unsere Wissenschaftler und Ingenieure in über 80 Forschungszentren des Konzerns an mehr als 2.000 Projekten gearbeitet. Häufig wurde dabei mit externen Partnern – beispielsweise von unseren acht Partneruniversitäten – zusammengearbeitet. Weitere Fortschritte in der Werkstoff- und Oberflächentechnik, aber auch neue Systemlösungen für bessere Energiegewinnung, mehr Sicherheit im Straßenverkehr und innovative Fahrsteige als attraktive Alternative im Personennahverkehr auf kurzen Strecken – dies waren Höhepunkte unserer marktorientierten Entwicklungsarbeiten. Als Entwicklungspartner der internationalen Automobilindustrie haben Steel und Technologies das Schwerpunktprojekt INCAR initiiert und präsentieren dabei die segmentübergreifende Gesamtkompetenz von ThyssenKrupp entlang der automobilen Prozesskette. Die integrierte Betrachtung der Systeme Karosserie, Chassis und Powertrain verspricht unseren Kunden neue richtungsweisende Lösungen. Um die herausragenden Innovationen und Technologien, die im Konzern dafür zur Verfügung stehen, noch besser sichtbar zu machen, wird unser LIZA Leichtbau & InnovationsZentrum Auto in Bochum entsprechende Demonstrationsobjekte aufbauen. Mittels digitaler Entwicklung soll eine Karosserie- und Chassisstruktur mit Integration neuer Lösungen für Lenkungen und Antrieb inklusive eines aktiven Fahrwerks als Technologiebaukasten erarbeitet werden. Das Entwicklungsprojekt knüpft an das Konzept NSB® NewSteelBody an, bei dem ThyssenKrupp eine komplette gewichtsoptimierte Rohkarosserie aus Stahl für den automobilen Leichtbau entwickelte. In der Solarthermie, also bei der Gewinnung von Energie aus Sonnenwärme, können künftig Stahlfeinbleche eine immer größere Rolle spielen. Das Dortmunder OberflächenCentrum DOC® arbeitet daran, einen unverglasten und farbigen Wärmekollektor auf Basis beschichteter Stahlfeinbleche zu entwickeln. Diese Bleche könnten Gebäudefassaden in Solaranlagen verwandeln; trotzdem lassen sie den Architekten und Bauherren dank ihres variablen und attraktiven Designs ausreichend Freiraum für anspruchsvolle Architektur. Zu den Entwicklungsaktivitäten von Steel gehörten außerdem neue Verfahren zur Herstellung leichter, kostengünstiger Hohlprofile aus Feinblech. Die mit der selbst entwickelten T³-Profiliertechnik produzierten Thyssen Tailored Tubes® können im Automobilbau die Kosten senken und die Fahrzeuge gleichzeitig leichter machen. Derzeit geht in Duisburg eine Pilotanlage für diese neuen Stahlprodukte in Betrieb. Mit einem Bündel neuer Ideen für Hochleistungswerkstoffe und ihre Anwendungen antwortet Stainless auf Kundenwünsche nach kostenoptimierten und korrosionsbeständigen Materiallösungen. So wurde das Produktionsverfahren für einen ferritischen Edelstahl wesentlich verbessert, der besonders geeignet für Wasserrohre und -boiler ist. In Zusammenarbeit mit einem Schweizer Forschungsinstitut arbeiten unsere Werkstoff-Experten an nanoporösen Folien aus Nickellegierungen. Aus diesen Folien können später hochfeine Filter gefertigt werden. Für effiziente und umweltfreundliche Dampfkraftwerke mit Betriebstemperaturen über 700º C wurden ebenfalls Nickellegierungen wegen ihrer exzellenten mechanischen Eigenschaften, ihrer Oxidationsbeständigkeit und guten Schweißbarkeit getestet. Die Entwicklungen im Bereich der Ölsandförderung wurden fortgesetzt. Der Schwerpunkt liegt in der Konstruktion kostenoptimierter Maschinen und Anlagen für die gesamte Prozesskette der Ölsandgewinnung. Hohe Leistungskapazität bei niedrigen Betriebskosten und gutem Wirkungsgrad sind die Ziele dieser Entwicklungsarbeiten. Auch bei der Weiterentwicklung eines Methanolreformers für Brennstoffzellensysteme in modernen U-Booten haben Ingenieure aus den Segmenten Technologies, Stainless und Services wichtige Fortschritte erzielt. In gemeinsamer Arbeit entwickelten sie eine neue Metallmembran zur Wasserstofftrennung, die inzwischen erfolgreich getestet wurde. Für den Automobilbau hat Technologies als Teil der Advanced Door Technology optimierte Türverstärkungen vorgestellt, die den Seitenaufprallschutz erhöhen. Die Konzepte werden jetzt anhand von Prototypen untersucht, die aus verschiedenen hochfesten Stählen bestehen. Unterschiedliche Kalt- und Warmformgebungsverfahren sollen die Fertigung optimieren. Elevator führt derzeit einen neuen Fahrsteig in den Markt ein. Bei diesem Turbotrack können Benutzer bei niedriger Geschwindigkeit sicher auf- und absteigen, fahren aber zwischen den Endpunkten mit höherer Geschwindigkeit. Dies macht solche Steige auch für größere Distanzen bis 1.500 m bei akzeptabler Fahrzeit attraktiv. Bis zu 15.000 Personen sollen je Stunde die Fahrsteige benutzten können. Für den Flughafen in Toronto wurden die weltweit ersten beiden Anlagen dieser Art mit je 270 m Länge verkauft. |
|
Druckversion
nach oben |