Inhalt auf dieser Seite
Geschäftslage
| ThyssenKrupp in Zahlen |
| Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. * vor Steuern |
|
|
|
|
|
|
Auftragseingang |
Mio € |
|
10.574 |
|
12.439 |
|
32.610 |
|
36.770 |
Umsatz |
Mio € |
|
11.253 |
|
12.138 |
|
31.951 |
|
34.866 |
EBITDA |
Mio € |
|
1.013 |
|
1.290 |
|
2.976 |
|
3.466 |
Ergebnis* |
Mio € |
|
577 |
|
806 |
|
1.555 |
|
2.004 |
Mitarbeiter (30.06.) |
|
|
183.085 |
|
186.695 |
|
183.085 |
|
186.695 |
Auftragseingang und Umsatz
Vor dem Hintergrund eines insgesamt günstigen Marktumfeldes ist ThyssenKrupp auch im 3. Quartal
2005/2006 auf Wachstumskurs geblieben. Auftragseingang und Umsatz wiesen erfreuliche Zuwächse
auf. Der Auftragseingang aus fortgeführten Aktivitäten erreichte 12,4 Mrd € und lag damit 18 % über
dem Vorjahresquartal.
Der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten stieg um 8 % auf 12,1 Mrd €. Die hohe Nachfrage und
gestiegene Preise für unsere Qualitätsflachstahl- und Edelstahlprodukte führten in den Segmenten
Steel und Stainless zu höheren Umsätzen. Automotive war insbesondere im Systemgeschäft erfolgreich.
Technologies erreichte auch auf Grund von Unternehmensverkäufen nicht ganz den Wert des
Vorjahres. Elevator profitierte von einem starken Neuanlagengeschäft. Services erzielte dank der guten
Werkstoffkonjunktur und eines gezielten Geschäftsausbaus den bisher höchsten Quartalsumsatz.
UMSATZ* in Mrd €

* aus fortgeführten Aktivitäten
Ergebnis
ERGEBNIS* in Mio €

* aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern
Mit 806 Mio € steigerte ThyssenKrupp den Gewinn vor Steuern um 229 Mio €. Das Ergebnis des
3. Quartals ist erneut ein Spitzenwert und setzt damit die Reihe erfolgreicher Quartale im Geschäftsjahr
2005/2006 weiter fort. Bei anhaltend hoher Profitabilität des Segments Steel trugen vor allem
die Segmente Services, Technologies und Stainless zu der signifikanten Gewinnerhöhung bei. Aber
auch Elevator steigerte sich auf hohem Niveau, während Automotive einen geringeren Gewinn erwirtschaftet
hat.
Das Segment Steel baute das hohe Ergebnisniveau durch deutlich höhere Versandmengen und Nettoerlöse
aus, die die erheblichen Preissteigerungen bei Rohstoffen, Energie und Frachten überkompensierten.
Stainless steigerte den Gewinn auf Grund der Belebung der Nachfrage seit Anfang des Jahres und
der damit einhergehenden Basispreiserhöhungen. Bei Automotive führten Belastungen im Zusammenhang
mit RestrukturierungsmaÃYnahmen in Nordamerika zum Ergebnisrückgang. Technologies steigerte
die Ergebnisse in allen Business Units, insbesondere aber bei Plant Technology. Elevator baute den
Gewinn trotz Restrukturierungsaufwendungen für die Fertigungsaktivitäten in Südkorea auf hohem Niveau
aus; ein wesentlicher Zuwachs resultierte dabei aus Nordamerika. Das Segment Services erhöhte den
Gewinn in allen Business Units erheblich. Wesentliche Treiber waren die anhaltend gute Mengen- und
Preiskonjunktur für Werk- und Rohstoffe sowie Erfolge bei den Industriedienstleistungen vor allem in
Nordamerika.
Nach der Berücksichtigung von Corporate und der Steueraufwendungen verblieb ein Periodenüberschuss
von 468 Mio €. Zieht man hiervon den auf Anteile anderer Gesellschafter entfallenden Gewinn von
22 Mio € ab, ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie von 0,87 €. Im Vergleichsquartal des Vorjahres waren es
0,48 €. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahresquartal Aufwendungen von 0,18 € pro Aktie aus
nicht fortgeführten Aktivitäten stammten, für die im Berichtsquartal keine Aufwendungen oder Erträge
mehr anfielen.
Netto-Finanzverbindlichkeiten und Investitionen
NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN in Mio €

Zum 30. Juni 2006 weist der Konzern Netto-Finanzforderungen in Höhe von 496 Mio € aus. Somit
ergibt sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres eine Verbesserung der Finanzposition
um 673 Mio €. Gegenüber dem 30. Juni 2005 beträgt die Verbesserung 2.321 Mio €.
Im 3. Quartal 2005/2006 wurden insgesamt 428 Mio € investiert, 19 % mehr als im Vorjahresquartal.
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erreichten 386 Mio €,
die übrigen 42 Mio € entfielen auf den Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen sowie auf andere
finanzielle Vermögenswerte.
Im Mai 2006 haben die Aufsichtsräte im ThyssenKrupp Konzern den Bau eines
Brammenstahlwerks in Brasilien mit einer Kapazität von 5,0 Mio t genehmigt. Das Investitionsvolumen
wird 2,4 Mrd US-Dollar betragen. Im Rahmen der globalen Vorwärtsstrategie von ThyssenKrupp Steel
sollen damit Wachstumschancen in Europa und im Nafta-Markt genutzt werden.
Mitarbeiter
ThyssenKrupp beschäftigte am 30. Juni 2006 weltweit 186.695 Mitarbeiter, 763 oder 0,4 % mehr als
am Ende des vergangenen Geschäftsjahres. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl wurde maÃYgeblich durch
Veränderungen im Portfolio des Konzerns beeinflusst. Das Segment Services verzeichnete durch Unternehmenserwerbe
eine hohe Zunahme, bei Steel und insbesondere Automotive war die Beschäftigtenzahl
rückläufig.
In Deutschland verringerte sich die Zahl der Mitarbeiter um 4 % auf 83.622, auÃYerhalb Deutschlands
nahm sie um 4 % auf 103.073 zu. Ende Juni 2006 waren damit 45 % der Mitarbeiter in Deutschland
tätig, 23 % in den übrigen Ländern Europas und 18 % im Nafta-Raum. Vor allem Elevator und Automotive
weisen mit 88 bzw. 72 % einen hohen Anteil von im Ausland beschäftigten Mitarbeitern auf.
IdeenPark in Hannover: Begeisterung für Innovationen
Nach dem groÃYen Erfolg des IdeenParks 2004 in Gelsenkirchen veranstaltete ThyssenKrupp im Mai
2006 in Hannover erneut einen IdeenPark. Unter dem Motto "Technik entdecken. Zukunft gestalten"
zeigte der Konzern gemeinsam mit dem Land Niedersachsen und über 50 Partnern aus Wissenschaft
und Technik, wie Innovationen entstehen. Mehr als 150 Exponate aus den Themenfeldern "Mobilität",
"Leben und Umwelt" sowie "Kreativität" eröffneten einen spielerischen Einblick in die Welt der Innovation.
Tägliche Wissenschafts-Shows, Theatervorstellungen und Attraktionen auch für Kinder gehörten zum
Rahmenprogramm. Prominentester Gast unter den weit über 200.000 Besuchern war Bundeskanzlerin
Angela Merkel. Die Technikshows sollen vor allem Jugendliche für technische und naturwissenschaftliche
Berufe begeistern, um dem Ingenieurmangel künftig besser entgegenzuwirken und die allgemeine
Technikakzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen.