Segmente

Steel in Zahlen
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. * vor Steuern

 

   

2. Quartal
2004/2005

 

2. Quartal
2005/2006

 

1. Halbjahr
2004/2005

 

1. Halbjahr
2005/2006

Auftragseingang

Mio €

 

2.372

 

2.945

 

4.533

 

5.586

Umsatz

Mio €

 

2.359

 

2.711

 

4.651

 

5.195

Ergebnis*

Mio €

 

258

 

416

 

510

 

688

Mitarbeiter (31.03.)

 

 

31.390

 

30.294

 

31.390

 

30.294

Alle Bereiche von Steel profitierten von der starken Nachfrage auf den internationalen Stahlmärkten. Der wertmäßige Auftragseingang erhöhte sich gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal mengen- und erlösbedingt um 24 % auf 2,9 Mrd €. Die gebuchten Mengen lagen über den Erzeugungsmöglichkeiten. Der Umsatz stieg um 15 % auf 2,7 Mrd €, wobei die Versandmengen in der gleichen Größenordnung zulegten.

Die Business Unit Steelmaking fasst die Metallurgie in Duisburg und die Logistikaktivitäten zusammen. Die Rohstahlerzeugung war mit 3,3 Mio t um 5 % niedriger als im gleichen Vorjahresquartal. Ursache war ein Brandschaden im Stahlwerk der Hüttenwerke Krupp Mannesmann. Der Rohstahlausfall konnte jedoch durch Reduzierung von Brammenbeständen und Zukäufe von Dritten weitestgehend kompensiert werden. Der Umsatz der Business Unit mit Roheisen, Brammen und Energie an externe Abnehmer war wegen der Weitergabe der gestiegenen Rohstoffkosten höher als im Vorjahr.

Die Business Unit Industry konzentriert sich auf ein breites Spektrum von Kunden in den Stahl verarbeitenden Industrien. Durch die lebhafte Nachfrage nach allen Produktgruppen nahm der Versand deutlich zu. Bei Warmband und feuerveredeltem Feinblech konnte der Bedarf nicht gedeckt werden. Die Durchschnittserlöse lagen leicht über dem Vorjahresquartal. Sehr positiv verlief weiterhin die Entwicklung in den Bereichen Grobblech und Color. Das Geschäft der europäischen Stahl-Service-Center und mit Bauelementen hat sich zuletzt belebt.

Auf die Versorgung der global aufgestellten Automobilkunden ist die Business Unit Auto ausgerichtet. Der Auftragseingang lag auf hohem Niveau. Der Schaden an einer elektrolytischen Beschichtungsanlage in Duisburg vom September 2005 schmälerte jedoch weiterhin die Versandmengen. Aus den zu Beginn des Jahres in Langfristverträgen vereinbarten Preissteigerungen resultierte ein Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahresquartal. Tailored Blanks expandierte vor allem dank der neuen Fertigungsstätten im Ausland. Die Stahl-Service-Aktivitäten in Nordamerika profitierten in erster Linie von Zusatzgeschäften auf dem Spot-Markt und währungsbedingten Effekten.

Die Unternehmen der Business Unit Processing sind auf Spezialmärkten mit besonderen Abnehmergruppen aus der Verpackungs-, Elektro- sowie der übrigen Industrie tätig. Bei Weißblech wurden die Mengeneffekte aus den Investitionen am Standort Andernach zunehmend umsatzwirksam. Im Bereich Mittelband von Hoesch Hohenlimburg war die Umsatzentwicklung durch Probleme in der Vormaterialversorgung durch die Hüttenwerke Krupp Mannesmann beeinträchtigt. Die Versorgung der Kunden konnte durch den Einsatz von vorrätigen Brammen sichergestellt werden. Außerordentlich dynamisch verlief das Geschäft mit kornorientiertem Elektroband. Versandmengen und Erlöse lagen erheblich über dem Vorjahr.

Im 2. Quartal 2005/2006 steigerte das Segment Steel den Gewinn um 158 Mio € auf 416 Mio €.

Die Business Unit Steelmaking erzielte einen Gewinn. Dies ist insbesondere auf höhere Erlöse für Nebenprodukte und Handelswaren zurückzuführen. Die deutlichen Preissteigerungen für Rohstoffe und Frachten wurden an die übrigen Business Units weiterbelastet.

In der Business Unit Industry erreichte der Gewinn nicht ganz das hohe Niveau des Vorjahres. Der erhöhte Versand und verbesserte Nettoerlöse wurden durch gestiegene Kosten für Vormaterial und Energie mehr als kompensiert. Bei leicht über dem Vorjahr liegenden Versandmengen erwirtschafteten die europäischen Stahl-Service-Center einen geringeren Gewinn. In einem schwierigen Marktumfeld blieben die Bauelemente trotz insgesamt leicht gestiegener Versandzahlen knapp unter der Gewinnschwelle.

Die Business Unit Auto steigerte den Gewinn deutlich. Bei höheren Nettoerlösen und einem etwas über Vorjahresniveau liegenden Versand wurde das Ergebnis aber durch gestiegene Vormaterial- und Verarbeitungskosten stark belastet. Die Vereinnahmung der Versicherungsentschädigung für den Brandschaden im September 2005 führte zu einem zusätzlichen Ertrag, dem allerdings auch Aufwand gegenüberstand. Tailored Blanks verbesserte den Gewinn durch höhere Versandmengen und die Umsetzung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Der Gewinn der nordamerikanischen Stahl-Service-Aktivitäten stieg auf Grund erhöhter Absatzmengen verbunden mit verbesserten Erlösen.

Eine erhebliche Gewinnsteigerung wurde von der Business Unit Processing erzielt. Hierzu trug vor allem Elektroband bei. In einem positiven Marktumfeld realisierten alle Einheiten Mengen- und Preissteigerungen. Negativ wirkten deutlich gestiegene Vormaterialkosten. Die umgesetzten Verbesserungsmaßnahmen führten zu erheblichen Ergebniszuwächsen.

Stainless: Wieder deutlich höhere Nachfrage

Stainless in Zahlen
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. * vor Steuern

 

   

2. Quartal
2004/2005

 

2. Quartal
2005/2006

 

1. Halbjahr
2004/2005

 

1. Halbjahr
2005/2006

Auftragseingang

Mio €

 

1.388

 

2.096

 

2.722

 

3.625

Umsatz

Mio €

 

1.385

 

1.626

 

2.689

 

2.978

Ergebnis*

Mio €

 

97

 

52

 

222

 

59

Mitarbeiter (31.03.)

 

 

12.328

 

12.143

 

12.328

 

12.143

Stainless verzeichnete im 2. Quartal 2005/2006 gegenüber dem Vorjahresquartal bei den mengenmäßigen Auftragseingängen einen Anstieg um 62 %. Dazu haben eine erheblich gestiegene Nachfrage nach Rostfrei-Produkten und ein lebhaftes Wiederbeschaffungsverhalten, insbesondere im europäischen Handelssegment, beigetragen. Überproportional war daran die Business Unit ThyssenKrupp Nirosta beteiligt. Die Auftragsreichweiten der europäischen Gesellschaften der Gruppe lagen damit am Ende des 2. Quartals mit über vier Monaten mehr als doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. Die wertmäßigen Bestellungen von Stainless nahmen dabei jedoch lediglich um 51 % zu, da die Basispreise im Berichtsquartal noch deutlich unter denen im Vergleichsquartal des Vorjahres lagen. Im Bereich der Nickelbasislegierungen erhöhten sich die wertmäßigen Auftragseingänge um 34 % bei nahezu unverändertem Volumen.

Die Gesamtlieferungen von Stainless lagen im Berichtszeitraum mit einem Plus von insgesamt 29 % deutlich über dem Vorjahresniveau, wobei dieser Anstieg insbesondere auf erhöhte Lieferungen im Bereich Kaltband zurückzuführen war und teilweise auch durch den Abbau von Beständen erreicht wurde.

Stainless verbesserte den Umsatz im 2. Quartal 2005/2006 auf 1,6 Mrd €. Der Anstieg um 17 % blieb wegen des niedrigeren Basispreisniveaus sowie niedrigerer Legierungszuschläge im Vergleich zum Vorjahr deutlich hinter der Steigerung des Versandvolumens zurück. ThyssenKrupp Mexinox hat sich auf dem nordamerikanischen Markt trotz des schwachen Marktwachstums gut behauptet.

Shanghai Krupp Stainless konnte trotz der allgemein angespannten Lage auf dem chinesischen Rostfrei-Markt von der kurzfristigen Marktentspannung profitieren und sowohl Menge als auch Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal steigern. Positiv entwickelte sich die Business Unit ThyssenKrupp VDM, die wegen der anhaltend hohen Nachfrage nach Nickelbasiswerkstoffen das Geschäftsvolumen erheblich ausweiten konnte.

Der Gewinn des Segments Stainless sank um 45 Mio € auf 52 Mio € .

Dem Mitte 2004 eingesetzten Einbruch der Nachfrage nach Rostfrei-Flachprodukten und dem dadurch ausgelösten Verfall der Basispreise im Jahr 2005 versuchten die meisten europäischen Produzenten seit Mitte des vergangenen Jahres durch Produktionskürzungen entgegenzusteuern. Ein wiedereinsetzender Lageraufbau verbunden mit einer spürbaren Nachfragebelebung führten seit Anfang 2006 wieder zu deutlich steigenden Auftragseingängen und Lieferungen; dies ermöglichte auch wieder die Durchsetzung von Basispreiserhöhungen nach einem Allzeittief im 4. Quartal 2005. Allerdings lagen die durchschnittlichen Basispreise im Berichtsquartal noch immer deutlich unter denen des entsprechenden Vorjahresquartals. Auch die weiter gestiegenen Kosten für Energie – insbesondere Strom und Gas – sowie für Transportleistungen blieben nicht ohne Einfluss auf die Ergebnissituation.

Nach dem Rückgang 2005 zog die Nachfrage Anfang 2006 auch in Nordamerika wieder an. Trotz der Bekanntgabe von Basispreiserhöhungen erzielten die mexikanischen Kaltwalzaktivitäten auf Grund des noch niedrigen Basispreisniveaus nur einen Gewinn unter dem des Vorjahresquartals.

Bei weiterhin positiver Nachfrageentwicklung nach rostfreien Kaltflachprodukten in Asien, insbesondere in China, führte der Markteintritt neuer chinesischer Rostfrei-Kaltwalzkapazitäten im Jahr 2005 zu einem extremen Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage und darin begründet zu einem dramatischen Preisverfall. Nach einer Stabilisierung des Marktes gegen Ende des Jahres konnten zwar im zweiten Geschäftsjahresquartal bei steigenden Rohstoffkosten erste Preiserhöhungen durchgesetzt werden, dennoch erwirtschafteten die chinesischen Kaltwalzaktivitäten kein positives Ergebnis.

Der Bereich Nickelbasislegierungen realisierte eine deutliche Gewinnsteigerung, getragen von der guten Nachfrage aus dem Anlagenbau sowie der Luftfahrtindustrie und dem Öl- und Gasmarkt.

Automotive: Unverändert schwieriges Marktumfeld

Automotive in Zahlen
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. * vor Steuern

 

   

2. Quartal
2004/2005

 

2. Quartal
2005/2006

 

1. Halbjahr
2004/2005

 

1. Halbjahr
2005/2006

Auftragseingang

Mio €

 

1.927

 

2.064

 

3.846

 

3.970

Umsatz

Mio €

 

1.964

 

2.165

 

3.828

 

4.137

Ergebnis*

Mio €

 

67

 

-10

 

91

 

-10

Mitarbeiter (31.03.)

 

 

44.221

 

42.610

 

44.221

 

42.610

Trotz der anhaltend geringen Wachstumsdynamik auf wichtigen Automobilmärkten entwickelte sich das Segment Automotive insgesamt positiv und erzielte im 2. Quartal 2005/2006 einen Umsatz von 2,2 Mrd €. Damit wurde das Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals um 10 % übertroffen. Hierbei hat sich insbesondere die aktuelle Aufwertung des US-Dollar sowie des brasilianischen Real gegenüber dem Euro positiv bemerkbar gemacht. Andererseits ist zu berücksichtigen, dass in den Vorjahreszahlen noch Umsätze der zwischenzeitlich veräußerten Aktivitäten Alu Castings und Nutzfahrzeugfedern enthalten sind.

In der Business Unit Body lag der Umsatz in erster Linie auf Grund mengen- und preisbedingter Zuwächse in den nordamerikanischen Gießereien über dem Vorjahresniveau. Positiv wirkten darüber hinaus höhere Werkzeugabrechnungen.

Die Business Unit Chassis verzeichnete insgesamt einen deutlichen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr. Hierzu trugen sowohl der Bereich Chassis Structure als auch der Bereich Suspension bei. Die Entwicklung resultiert unter anderem aus deutlichen Zuwächsen im Systemgeschäft, die auch durch den Hochlauf und damit die vollständige Inbetriebnahme des neuen Werkes in Leipzig möglich wurden. Im Bereich Suspension haben sich zudem Produktionshochläufe neuer Fahrzeugmodelle in Europa und den USA positiv ausgewirkt.

Der Umsatzanstieg in der Business Unit Powertrain entfiel im Wesentlichen auf den Bereich Crankshafts und ist maßgeblich auf Wechselkurseffekte infolge der Aufwertung des brasilianischen Real gegenüber dem Euro zurückzuführen. Gegenläufige Umsatzeffekte ergaben sich aus der Veräußerung des Bereichs Alu Castings.

Das Segment Automotive verzeichnete einen Verlust in Höhe von 10 Mio € nach einem Gewinn von 67 Mio € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Ergebnis des Berichtsquartals ist eine außerplanmäßige Abschreibung des Sachanlagevermögens im kanadischen Werk Kitchener der Business Unit Chassis in Höhe von 49 Mio € enthalten. Im Vergleichsquartal des Vorjahres waren der laufende Gewinn und der Veräußerungsgewinn von Alu Castings in der Business Unit Powertrain in Höhe von insgesamt 41 Mio € und Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Insolvenz von Rover in Höhe von 8 Mio € enthalten.

Alle drei Business Units wiesen im 2. Quartal 2005/2006 bis auf den genannten Aufwand aus der außerplanmäßigen Abschreibung positive operative Ergebnisse aus. Hauptergebnisträger war erneut die Business Unit Powertrain.

Die Business Unit Body hat das Ergebnisniveau des Vorjahresquartals wieder erreicht. Belastungen aus rückläufiger Auslastung bei den amerikanischen und europäischen Stampings-Aktivitäten wurden durch die amerikanischen Gießereien und die entfallenden Einmalaufwendungen aus der Rover-Insolvenz kompensiert.

Die Business Unit Chassis erreichte – ohne Berücksichtigung der außerplanmäßigen Abschreibung im Werk Kitchener – einen Gewinn, nachdem im Vorjahr nur ein ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaftet wurde. Ursächlich war die Steigerung der operativen Leistung in den Bereichen Chassis Stampings und Suspension.

Die Business Unit Powertrain erzielte wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres wiederum einen deutlichen Gewinn, der aber nicht das Niveau des Vorjahresquartals erreichte. Ergebnismindernd wirkte neben dem Entfall des Ergebnisses der verkauften Einheit Alu Castings insbesondere die Wechselkursentwicklung des brasilianischen Real gegenüber dem US-Dollar.

Technologies: Deutliche Ertragssteigerung bei anhaltend hohem Geschäftsvolumen

Technologies in Zahlen
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. * vor Steuern

 

   

2. Quartal
2004/2005

 

2. Quartal
2005/2006

 

1. Halbjahr
2004/2005

 

1. Halbjahr
2005/2006

Auftragseingang

Mio €

 

1.732

 

1.503

 

3.320

 

3.151

Umsatz

Mio €

 

1.466

 

1.456

 

2.599

 

3.059

Ergebnis*

Mio €

 

15

 

85

 

62

 

177

Mitarbeiter (31.03.)

 

 

29.015

 

27.469

 

29.015

 

27.469

Im 2. Quartal 2005/2006 verlief die Geschäftsentwicklung weiterhin sehr positiv. Mit 1,5 Mrd € wurde trotz Unternehmensverkäufe das hohe Umsatzniveau des Vorjahresquartals nahezu erreicht. Hauptursachen für diese erfreuliche Entwicklung waren Umsatzzuwächse in den Business Units Plant Technology und Mechanical Engineering. Der Auftragseingang lag mit 1,5 Mrd € unter dem hohen Wert des Vorjahresquartals, allerdings stehen aussichtsreiche Projekte in den Folgemonaten zur Vergabe an. Mit einem Auftragsbestand von 9 Mrd € zum 31. März 2006 wird mehr als ein Jahresumsatz durch den Bestand abgedeckt.

Der Spezial- und Anlagenbau von Plant Technology erzielte auch im 2. Quartal 2005/2006 wieder höhere Umsatzabrechnungen aus dem Auftragsbestand. Auf Grund der guten Projektlage wurde der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich übertroffen. Das anhaltend hohe Rohstoffpreisniveau verbessert die Wirtschaftlichkeit von Explorations- oder Produktionsvorhaben – z.B. Ölsand- und Ölschiefergewinnung, Vergasung oder Verflüssigung von Kohle, Herstellung von Kraftstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen –, für die Plant Technology moderne Technologien und Verfahren anbietet.

Bei Marine Systems lagen Umsatz und Auftragseingang unter dem Wert des Vorjahresquartals. Hier wird für die Folgemonate die Vergabe größerer Projektvolumina erwartet.

In vielen Bereichen des Maschinenbaus, die wichtige Kunden von Mechanical Engineering sind, setzte sich die gute Geschäftsentwicklung fort. Der Auftragseingang lag allerdings auf Grund der zwischenzeitlich erfolgten Unternehmensverkäufe unter dem Vorjahresniveau. Der Umsatz ist leicht gestiegen. Bereinigt um die Unternehmensverkäufe zeigte sich jedoch ein deutliches Umsatzwachstum. Das Geschäft mit Großwälzlagern und Baumaschinenkomponenten hat maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung beigetragen.

Im März 2006 hat Polysius die Maerz Ofenbau AG, Zürich, erworben, einen weltweit führenden Hersteller von Kalk-Schachtöfen. Ein weiterer Schritt zur Portfoliooptimierung erfolgte durch den Verkauf der Dampfturbinensparte der B+V Industrietechnik, Hamburg, an die MAN TURBO, Oberhausen, am 07. April 2006.

Mit einem Gewinn von 85 Mio € erzielte Technologies eine Steigerung von 70 Mio € gegenüber dem Vorjahresquartal. Wesentliche Ursachen waren die nachfragebedingt gute Auslastung sowie die Bereinigung von Verlustbereichen bei Mechanical Engineering, Gewinnsteigerungen bei Plant Technology und verbesserte Auftragsergebnisse bei Marine Systems.

Das Ergebnis des Vorjahresquartals der im Oktober 2005 veräußerten Business Unit MetalCutting ist unter den nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.

Plant Technology erwirtschaftete im 2. Quartal 2005/2006 eine deutliche Gewinnsteigerung. Positiv wirkten höhere Umsatzabrechnungen im Zementanlagenbau und bei fördertechnischen Anlagen sowie der Wegfall von Aufwendungen aus der Zeitbewertung von Kurssicherungsgeschäften, die das Vorjahresquartal belasteten.

Marine Systems erzielte mit einem zweistelligen Millionen-Gewinn einen deutlichen Zuwachs, der im Wesentlichen aus verbesserten Auftragsergebnissen und Kostenentlastungen aus Restrukturierungsmaßnahmen resultiert.

Bei Mechanical Engineering führten höhere Umsätze, eine gute Beschäftigungsauslastung sowie die Bereinigung von Verlustbereichen zu einem deutlich höheren Gewinn. Alle Operating Groups haben zu dieser positiven Entwicklung beigetragen.

Beim Transrapid wurde im 2. Quartal 2005/2006 der Verlust leicht reduziert, was im Wesentlichen durch Kostensenkungsmaßnahmen und geringere Abschreibungen begründet war.

Elevator: Wachstumskurs weiter konsequent verfolgt

Elevator in Zahlen
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. * vor Steuern

 

   

2. Quartal
2004/2005

 

2. Quartal
2005/2006

 

1. Halbjahr
2004/2005

 

1. Halbjahr
2005/2006

Auftragseingang

Mio €

 

1.071

 

1.203

 

2.073

 

2.464

Umsatz

Mio €

 

863

 

1.054

 

1.740

 

2.062

Ergebnis*

Mio €

 

71

 

94

 

169

 

179

Mitarbeiter (31.03.)

 

 

32.943

 

35.109

 

32.943

 

35.109

Auch im 2. Quartal 2005/2006 blieb Elevator auf Erfolgskurs. Neben dem Wachstum im Servicegeschäft, das durch den konsequenten Ausbau des Wartungsportfolios getragen wird, konnte das Geschäftsvolumen im Neuinstallationsbereich erweitert werden. Während der Bedarf nach Neuinstallationen in Europa nur leicht zunahm, hielt die starke Nachfrage in Amerika an. Allerdings ist ein sich weiterhin deutlich verschärfender Preiswettbewerb zu beobachten, der nur zum Teil durch Effizienzsteigerungen kompensiert werden kann. Insgesamt stieg der Auftragseingang im 2. Quartal um 12 % auf 1,2 Mrd €; der Umsatz nahm um 22 % auf 1,1 Mrd € zu. Hierin sind auch positive Wechselkurseffekte enthalten, insbesondere durch die Entwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar.

Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe hat sowohl den Auftragseingang als auch den Umsatz gesteigert. Alle Regionen weiteten ihr Geschäftsvolumen aus, wesentlich bedingt durch die Neuinstallationsaktivitäten. Lediglich die Aktivitäten in Großbritannien konnten nicht ganz an die Vorjahreswerte anknüpfen.

In der Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East konnte der hohe Auftragseingangswert des Vorjahres, der vor allem durch den Großauftrag Dubai beeinflusst war, nicht wieder erreicht werden. Der Vorjahresumsatz wurde hingegen durch die weiter intensivierte Marktpräsenz auf der iberischen Halbinsel deutlich übertroffen. In den anderen Ländern der Mittelmeerregion und des mittleren Ostens war die Geschäftsentwicklung stabil.

Wiederum deutlich positiv hat sich die Business Unit Americas entwickelt. Sowohl Auftragseingang als auch Umsatz lagen, auch wechselkursbedingt, deutlich über dem Vorjahreswert, vor allem durch die immer noch hohe Nachfrage nach Neuinstallationen. Hiervon profitierten auch die lateinamerikanischen Aktivitäten. Gleichzeitig wurde der Serviceumsatz weiter ausgebaut.

Die Business Unit Asia/Pacific konnte sowohl den Auftragseingang als auch den Umsatz steigern. Während der Auftragseingang in Korea an der Nachfrageschwäche im Neuanlagengeschäft litt, partizipierten die chinesischen Aktivitäten am Marktwachstum und realisierten leichte Zuwächse. Der Umsatz stieg – auch begünstigt durch positive Wechselkurseffekte – deutlicher an, wesentlichen Anteil daran hatte das weiterhin starke Neuinstallationsgeschäft in China. In den übrigen Regionen konnte das Geschäftsvolumen ebenfalls weiter ausgebaut werden.

Bei der Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges war der hohe Auftragseingangswert des Vorjahres durch den Großauftrag Dubai gekennzeichnet, dennoch konnte das Vorjahresniveau durch mehrere mittlere Flughafen- und U-Bahnprojekte fast erreicht werden. Der Umsatz stieg sowohl im Bereich der Fahrtreppen als auch bei Fluggastbrücken.

Ungebrochen ist das Wachstum der Business Unit Accessibility. Hier konnten der Auftragseingang wie der Umsatz durch die konsequente Steigerung der Marktpräsenz in Europa sowie in Amerika erfreulich gesteigert werden.

Das Segment Elevator erreichte einen Gewinn von 94 Mio € nach 71 Mio € im Vorjahresquartal. Volumen- und Effizienzsteigerungen kompensierten den steigenden Preis- und Kostendruck auf wesentlichen Märkten und führten zu einer operativen Ergebnissteigerung. Auch die Wechselkursentwicklung und Effekte aus der Bewertung von Währungssicherungen wirkten positiv. Alle Business Units waren im Gewinn.

Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe erreichte annähernd den Vorjahresgewinn, der durch den Einmalertrag aus einem Grundstücksverkauf begünstigt war. Durch Effizienzsteigerungen und höhere Auslastung der Produktion wurden zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielt. Die im Berichtsquartal umgesetzte Restrukturierung in Großbritannien führte zu Belastungen; positive Effekte werden voraussichtlich noch in diesem Geschäftsjahr realisiert.

Die Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East übertraf den Vorjahresgewinn auf Grund von Erträgen aus der Bewertung von Währungssicherungen. Operativ belastend wirkte vor allem der zunehmende Margendruck auf der iberischen Halbinsel.

Einen deutlichen Gewinnzuwachs erzielte die Business Unit Americas. Sie profitierte von der positiven Marktentwicklung in Nordamerika; zudem wirkten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Auch der Translationseffekt aus dem gestiegenen Wert des US-Dollar im Verhältnis zum Euro trug dazu bei. Die lateinamerikanischen Aktivitäten – vor allem Brasilien – steigerten ihren Gewinn wesentlich.

Demgegenüber erreichte die Business Unit Asia/Pacific den Vorjahresgewinn nicht. Die Aktivitäten in Südkorea leiden weiterhin unter der verschlechterten Konjunktur im Neuanlagenmarkt. Dies konnte auch nicht durch die Gewinne der erworbenen taiwanesischen Aktivitäten kompensiert werden. Die Aktivitäten in Indien und Südostasien steigerten ihre Ergebnisse.

Die Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges erwirtschaftete einen höheren Gewinn. Einen wesentlichen Anteil daran hatten Erträge aus der Währungskurssicherung. Operativ behauptete sich die Business Unit in einem schwierigen Marktumfeld.

Einen weiteren Gewinnanstieg realisierte die Business Unit Accessibility. Neben dem positiven Ergebniseffekt aus dem Erwerb der Aktivitäten in Italien entwickelten sich auch die anderen Aktivitäten in Europa und Nordamerika wiederum sehr erfolgreich.

Services: Spürbare Geschäftsbelebung

Services in Zahlen
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. * vor Steuern

 

   

2. Quartal
2004/2005

 

2. Quartal
2005/2006

 

1. Halbjahr
2004/2005

 

1. Halbjahr
2005/2006

Auftragseingang

Mio €

 

3.136

 

3.752

 

6.358

 

6.879

Umsatz

Mio €

 

3.077

 

3.383

 

6.275

 

6.449

Ergebnis*

Mio €

 

78

 

91

 

170

 

176

Mitarbeiter (31.03.)

 

 

33.234

 

39.016

 

33.234

 

39.016

Das Segment Services erzielte im 2. Quartal 2005/2006 einen Umsatz von 3,4 Mrd € und lag damit um 10 % über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Das internationale Geschäft wurde im Berichtszeitraum erheblich verstärkt, vor allem im Dienstleistungsbereich. Schwerpunkte bildeten dabei die Branchen Chemie/Petrochemie und Energie sowie Automobil- und Luftfahrtindustrie. Akquisitionen und Geschäftsausbau führten im Stichtagsvergleich zu einem Zuwachs von fast 6.000 Mitarbeitern, mehr als drei Viertel davon in Süd- und Nordamerika.

In den Business Units Materials Services Europe und Materials Services North America machte sich die wieder anziehende Nachfrage mit steigenden Preisen bemerkbar. Dies gilt für Walzstahl, Edelstahl und Rohre, ganz besonders aber für NE-Metalle. In Nordamerika war das Wachstum deutlich höher als in Europa.

Der boomende amerikanische Markt war ebenfalls Hauptursache für den Umsatzsprung in der Business Unit Industrial Services. Aber auch in Deutschland konnten erfreuliche Umsatzzuwächse verzeichnet und größere Projekte abgerechnet werden. Zusätzlich wirkte sich die Erstkonsolidierung der neuen Gesellschaften ThyssenKrupp Xervon Energy und RIP in Brasilien positiv aus.

In der Business Unit Special Products wurde das Technikgeschäft spürbar ausgebaut. Gestiegene Absatzmengen und ein hohes Preisniveau haben den Handel mit metallurgischen Rohstoffen begünstigt. Dagegen blieb das Walzstahl-Geschäft in Fernost unter dem Vorjahresniveau.

Services erzielte einen Gewinn von 91 Mio €, 13 Mio € mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Neben den unverändert laufenden Programmen zur Effizienzsteigerung und den Vertriebsinitiativen in allen Business Units haben sich – bei einem Teil des Werkstoff- und Rohstoffprogramms – die anziehende Nachfrage und Preisentwicklung ausgewirkt.

Die Business Unit Materials Services Europe, in der neben den europäischen Aktivitäten auch das in der Entwicklung befindliche Geschäft in Südamerika und Asien zusammengefasst ist, hat den hohen Gewinn des Vorjahres nicht ganz erreicht. Die Bruttomargen lagen zum Teil erheblich unter den Werten von 2004/2005.

Materials Services North America verbesserte den Gewinn vor allem durch das gute NE-Metall-Geschäft. Nachfrage und Preise bei Kupfer bewegten sich auf einem außergewöhnlich hohen Niveau. Für die Luftfahrtindustrie konnten in größerem Umfang Titan und Aluminium geliefert werden.

Die Business Unit Industrial Services hat ihren Gewinn mehr als verdoppelt. Dies ist insbesondere auf das Gerüst-Dienstleistungsgeschäft in Nordamerika zurückzuführen; die Aktivitäten für die Energiewirtschaft und Petrochemie, aber auch für den Baubereich wurden wesentlich ausgeweitet.

Der Gewinn der Business Unit Special Products lag, auch begünstigt durch Währungseffekte und weitere Einmalerträge, noch einmal deutlich über dem sehr guten Vorjahr. Das gilt neben dem Walzstahl- und Röhrengeschäft vor allem für die Technik- und Rohstoffseite.

 

Der Bereich Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der konzerninternen Dienstleistungen sowie inaktiver Gesellschaften, die einzelnen Segmenten nicht zugeordnet werden können. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die zentral im Bereich Corporate geführt und verwertet werden. Der Umsatz von Corporate lag bei 35 Mio € nach 33 Mio € im Vorjahresquartal.

Corporate erwirtschaftete ein positives Ergebnis von 49 Mio €. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert ist das eine Verbesserung um 128 Mio €. Dazu haben insbesondere die Vereinnahmung der Break Fee aus der nicht durchgeführten Übernahme von Dofasco in Höhe von netto 142 Mio € nach Abzug der Transaktionskosten sowie das verbesserte Zinsergebnis bei der ThyssenKrupp AG beigetragen.

 

Die Position Konsolidierung enthält im Wesentlichen die Ergebnisse aus der Eliminierung der Konzernzwischengewinne.