Geschäftslage

ThyssenKrupp in Zahlen
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. * vor Steuern

 

 

 

1. Quartal
2004/2005

 

1. Quartal
2005/2006

Auftragseingang

Mio €

 

10.856

 

11.555

Umsatz

Mio €

 

10.088

 

10.942

EBITDA

Mio €

 

1.000

 

898

Ergebnis*

Mio €

 

530

 

425

Mitarbeiter (31.12.)

 

 

179.588

 

184.980

Auftragseingang und Umsatz

ThyssenKrupp hat im 1. Quartal 2005/2006 an die erfolgreiche Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres angeknüpft. Das im Rahmen der Portfoliobereinigung aufgelegte Desinvestitionsprogramm ist nahezu abgeschlossen. Die nachfolgende Darstellung von Auftragseingang, Umsatz, Ergebnis und Mitarbeitern bezieht sich – wenn nicht anders erwähnt – nur auf die fortgeführten Aktivitäten.

Auftragseingang und Umsatz haben sich nochmals verbessert. Im Vergleich zum 1. Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres hat die Entwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar die Geschäftsentwicklung nicht mehr belastet.

ThyssenKrupp verbuchte im 1. Quartal 2005/2006 Neubestellungen in Höhe von 11,6 Mrd €. Der Auftragseingang aus fortgeführten Aktivitäten lag damit um 6 % über dem entsprechenden Vorjahresquartal. Hohe Zuwächse erzielten insbesondere die Segmente Steel, Stainless sowie Elevator. Bei Services gab es einen leichten Rückgang.

Der Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten verbesserte sich um 9 % auf 10,9 Mrd €. Vor allem die Segmente Technologies und Elevator konnten ihr Geschäft kräftig ausbauen. Auch die übrigen Segmente, mit Ausnahme von Services, erzielten höhere Umsätze als im Vorjahresquartal.

UMSATZ* in Mrd €

* aus fortgeführten Aktivitäten

Ergebnis

ERGEBNIS* in Mio €

* aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern

Im 1. Quartal 2005/2006 erreichte ThyssenKrupp ein Ergebnis vor Steuern von 425 Mio € und damit um 105 Mio € unter dem sehr guten Vorjahresquartal. Gewinnsteigerungen bei Technologies und Steel standen Gewinnrückgänge, insbesondere bei Stainless und Automotive, gegenüber.

Der im Vorjahr im Segment Steel enthaltene Bereich Stainless ist ab dem 01. Oktober 2005 ein eigenständiges Segment; im Segment Steel werden nur die Qualitätsflachstahlerzeugnisse geführt. Die Vorjahreszahlen sind vergleichbar gerechnet. In dem im Vorjahr ebenfalls zum Segment Steel gehörigen Bereich Special Materials fielen nach Abschluss des Verkaufsprogramms im Berichtsquartal keine Aufwendungen und Erträge mehr an.

Das Segment Steel erzielte einen höheren Gewinn trotz erheblich gestiegener Aufwendungen für Rohstoffe und Frachten. Ausschlaggebend waren die positive Marktentwicklung und die Restrukturierungserfolge bei einzelnen Produktgruppen. Im Segment Stainless führte die geringere Nachfrage in Europa und Nordamerika in Verbindung mit nachgebenden Basispreisen zu einem deutlichen Gewinnrückgang. Das Ergebnis in China war durch den Markteintritt zusätzlicher Kapazitäten belastet. Das Geschäft mit Nickelbasislegierungen erhöhte hingegen den Gewinn deutlich. Der Gewinnrückgang bei Automotive resultierte aus geringerer Kapazitätsauslastung, insbesondere in den nordamerikanischen Werken, und aus höheren Vormaterialkosten. Auch die Veränderung der Währungskursrelationen zum US-Dollar und dem brasilianischen Real minderte das Ergebnis. Das Segment Technologies konnte seinen Gewinn infolge erhöhter Umsätze und des Wegfalls von Verlustbereichen nahezu verdoppeln. Der Gewinn von Elevator blieb auf Grund von Effekten aus der Zeitwertbewertung von Währungskurssicherungen unter dem Niveau des Vorjahresquartals; operativ wurde dieses wieder erreicht. Das Segment Services erwirtschaftete nicht ganz den hohen Gewinn des Vorjahresquartals. Geringeren Gewinnen aus dem Werkstoffhandel standen höhere Gewinne aus Industriedienstleistungen und dem Geschäft mit technischen Produkten und Rohstoffen gegenüber.

Nach Abzug der Aufwendungen von Corporate und der Steuern verblieb ein Quartalsüberschuss von 255 Mio €. Zieht man hiervon den auf Anteile anderer Gesellschafter entfallenden Gewinn in Höhe von 5 Mio € ab, ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie von 0,49 €. Im Vergleichsquartal des Vorjahres waren es 0,62 €. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahresquartal 0,02 € pro Aktie aus nicht fortgeführten Aktivitäten stammten, für die im Berichtsquartal keine Aufwendungen oder Erträge mehr anfielen.

Netto-Finanzverbindlichkeiten und Investitionen

NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN in Mio €

Die Netto-Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2005 beliefen sich auf 315 Mio € und sind damit gegenüber dem 30. September 2005 um 138 Mio € angestiegen. Dass im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum dieser Anstieg im 1. Quartal 2005/2006 aber nur gering war, ist insbesondere durch den Mittelzufluss aus dem Verkauf eigener Aktien (268 Mio €) begründet.

Gegenüber dem 31. Dezember 2004 konnten die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns um 3.535 Mio € zurückgeführt werden. Dieser Abbau war maßgeblich durch die Veräußerung der Wohnimmobilien bedingt.

Die Investitionen erreichten im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2005/2006 insgesamt 479 Mio €, 35 % mehr als im Vorjahresquartal. In Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände wurden 384 Mio € investiert, die übrigen 95 Mio € entfielen auf den Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen sowie auf andere finanzielle Vermögenswerte.

Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter hat sich im 1. Quartal 2005/2006 leicht vermindert. ThyssenKrupp beschäftigte am 31. Dezember 2005 weltweit 184.980 Mitarbeiter, 952 oder 1 % weniger als am Ende des vergangenen Geschäftsjahres. Während sich bei Elevator die Belegschaftszahl durch Unternehmenszukäufe und internes Wachstum erhöhte, war sie insbesondere bei Automotive und Technologies rückläufig.

In Deutschland verringerte sich die Zahl der Mitarbeiter um 2 % auf 85.600, außerhalb Deutschlands stieg sie um 1 % auf 99.380. Ende 2005 waren 46 % der Mitarbeiter in Deutschland tätig, 24 % in den übrigen Ländern Europas und 18 % im Nafta-Raum.