Segmente

Steel: Weiterhin sehr positiv

Steel in Zahlen
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. * vor Steuern

 

   

1. Quartal
2004/2005

 

1. Quartal
2005/2006

Auftragseingang

Mio €

 

2.161

 

2.641

Umsatz

Mio €

 

2.292

 

2.484

Ergebnis*

Mio €

 

252

 

272

Mitarbeiter (31.12.)

 

 

31.578

 

31.439

Das Segment Steel konzentriert sich seit Beginn des Geschäftsjahres 2005/2006 auf das Geschäft mit hochwertigen Qualitätsflachstahlerzeugnissen einschließlich dazugehöriger Dienstleistungen. Zur besseren Kundenbetreuung wurden die vier Business Units Steelmaking, Industry, Auto und Processing gebildet; die Vorjahreszahlen sind vergleichbar dargestellt.

Im 1. Quartal 2005/2006 verlief die Geschäftsentwicklung weiterhin sehr positiv. Der wertmäßige Auftragseingang stieg mengen- und erlösbedingt um 22 %. Der Umsatz nahm bei gegenüber dem guten Vorjahresniveau etwas geringerem Stahlversand um 8 % zu. Dazu haben in erster Linie Preisanhebungen sowie Verschiebungen zu höherwertigen Erzeugnissen beigetragen.

In der Business Unit Steelmaking sind die Metallurgie in Duisburg und die Logistik-Aktivitäten zusammengefasst. Die Rohstahlkapazitäten waren voll ausgelastet. Einschließlich der Bezüge von der Beteiligungsgesellschaft Hüttenwerke Krupp Mannesmann wurden im 1. Quartal 2005/2006 wie im Vorjahr 3,4 Mio t Brammen erzeugt. Der Umsatz mit Roheisen, Brammen und Energie an externe Abnehmer hat sich wegen der gestiegenen Rohstoffkosten erhöht.

Die Business Unit Industry konzentriert sich auf ein breites Spektrum von Kunden in den Stahl verarbeitenden Industrien. Die Versandmengen im Kernbereich zeigten zuletzt wieder eine steigende Tendenz, wobei die noch anhaltende Schwäche bei feuerverzinkten Produkten durch attraktive Projektabschlüsse bei Warmband im Rohrgeschäft kompensiert wurde. Die Grobblechprodukte profitierten weiterhin von einem starken Marktumfeld. Bei den Preisen wirkte sich insgesamt der hohe Anteil des Kontraktgeschäfts als stabilisierender Faktor aus. Die zum 01. Oktober 2005 im Quartalsgeschäft angekündigte Preiserhöhung um 20 bis 30 €/t konnte nicht in vollem Umfang durchgesetzt werden. Insgesamt lagen die Durchschnittserlöse über dem Vorjahresquartal. Der Bereich Bauelemente profitierte von einer regeren Nachfrage im Modernisierungs- und Instandhaltungssektor. Die Erlöse blieben allerdings unter Druck. Kunden der Business Unit Auto sind die global aufgestellten Automobilfirmen. Der Auftragseingang zeigte im Berichtsquartal einen deutlichen Aufwärtstrend, der aber nicht voll im Umsatz zum Tragen kam, zum Teil verursacht durch einen Brandschaden an einer elektrolytischen Beschichtungsanlage. Der Umsatz mit Tailored Blanks ist vornehmlich durch den Hochlauf der neuen Fertigungsstätten in China gestiegen; im Inland hat sich das Geschäft auf hohem Niveau stabilisiert. Die Stahl-Service-Aktivitäten in Nordamerika konnten im Spotmarkt Zusatzgeschäfte akquirieren.

Die Unternehmen der Business Unit Processing sind auf Spezialmärkte für Qualitätsflachstahl ausgerichtet. Bei Weißblech stiegen die Versandmengen im Rahmen der Vorwärtsstrategie am Standort Andernach. Auch die Erlöse pro Tonne lagen über dem Vorjahresniveau. Im Bereich Mittelband von Hoesch Hohenlimburg konnte der Umsatz vor allem preisbedingt ausgeweitet werden. Das Geschäft mit Spezialprofilen, das noch in den Zahlen enthalten ist, wurde mit Wirkung vom 31. Dezember 2005 im Rahmen einer Best-Owner-Lösung veräußert. Sehr gut entwickelte sich der Bereich kornorientiertes Elektroband. Bei weltweit reger Nachfrage im Energiesektor konnten die Erlöse signifikant angehoben werden.

Das Segment Steel erhöhte den Gewinn im Berichtsquartal um 20 Mio € auf 272 Mio €.

Die Business Unit Steelmaking umfasst die als Costcenter geführten Bereiche Metallurgie Deutschland und Logistik sowie die Verwaltungsfunktionen für das Segment Steel. Die drastischen Kostensteigerungen für die wesentlichen Rohstoffe wie Erz, Kohle/Koks und Schrott sowie für Frachtraten führten zu höheren Brammenkosten, die an die kundenorientierten Business Units Industry, Auto und Processing weitergegeben wurden. Das Ergebnis aus Verkäufen von Roheisen und Nebenprodukten konnte verbessert werden.

Die Business Unit Industry weist einen Gewinnrückgang aus. Die auf Grund der gestiegenen Rohstoffkosten erhöhten Brammenkosten sowie der Anstieg der Energiekosten führten bei den als Profitcenter geführten Aktivitäten von Industry mit Ausnahme des Spezialgeschäfts Grobblech zu einem deutlichen Gewinnrückgang. Grobblech konnte bei sehr positiver Marktentwicklung den guten Vorjahresgewinn weiter steigern und leistete einen erheblichen Ergebnisbeitrag. Der Bereich Bauelemente mit den Aktivitäten Hochbau und Kühlraumbau erzielte in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld einen Gewinn in Höhe des Vorjahres. Die europäischen Stahl-Service-Aktivitäten verzeichneten infolge von Mengen- und Struktureffekten ein rückläufiges Ergebnis.

Die Business Unit Auto erzielte eine Gewinnsteigerung. Hierin enthalten sind Erträge aus Versicherungsleistungen in Höhe von 35 Mio € im Zusammenhang mit dem Brandschaden an der elektrolytischen Beschichtungsanlage in Duisburg. Dem standen Mindergewinne wegen der Betriebsunterbrechung gegenüber. Das operative Ergebnis der Business Unit ging bei geringeren Versandmengen und erheblich gestiegenen Beschaffungspreisen deutlich zurück. Die Tailored-Blanks-Aktivitäten entwickelten sich positiv und konnten das Ergebnis erheblich verbessern. Der Gewinn der nordamerikanischen Stahl-Service-Aktivitäten ging zurück.

Die Business Unit Processing erhöhte den Gewinn deutlich und profitierte dabei insbesondere von der hervorragenden Marktentwicklung und den durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen bei kornorientiertem Elektroband. Auch Mittelband erzielte ein erheblich besseres Ergebnis. Der Gewinn bei Weißblech blieb deutlich unter dem guten Vorjahreswert.

Stainless: Edelstahlmarkt weiter unter Druck

Stainless in Zahlen
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. * vor Steuern

 

   

1. Quartal
2004/2005

 

1. Quartal
2005/2006

Auftragseingang

Mio €

 

1.334

 

1.529

Umsatz

Mio €

 

1.304

 

1.352

Ergebnis*

Mio €

 

125

 

7

Mitarbeiter (31.12.)

 

 

12.366

 

12.157

Produktion und Vertrieb von Edelstahl Rostfrei-Flach sowie der Hochleistungswerkstoffe Nickelbasislegierungen und Titan sind seit Geschäftsjahresbeginn im Segment Stainless zusammengefasst. In einem insgesamt angespannten Marktumfeld verzeichnete Stainless höhere Auftragseingänge und einen gestiegenen Umsatz.

Der mengenmäßige Auftragseingang konnte im Vergleich zum schwachen Vorjahreszeitraum um 7 % ausgeweitet werden. Dazu beigetragen haben eine gestiegene Nachfrage gegen Ende des Jahres 2005 sowie ein lebhaftes Wiederbeschaffungsverhalten, insbesondere im europäischen Handel. Auf Grund dieser höheren Bestellungen sowie leichter Preisaufbesserungen im Dezember 2005 nahm der wertmäßige Auftragseingang um 15 % zu. Überproportional war daran die Business Unit ThyssenKrupp VDM beteiligt. Die dort hergestellten Nickelbasislegierungen erzielten durch die weiterhin starke Nachfrage aus der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie dem Anlagenbau hohe Zuwächse. Die Gesamtlieferungen von Stainless lagen auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals. Einen Anstieg der Lieferungen bei Warmband aus den Business Units ThyssenKrupp Nirosta und ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni zurückzuführen, während das Versandvolumen aus der Business Unit ThyssenKrupp VDM nahezu konstant blieb.

Stainless erzielte im 1. Quartal 2005/2006 einen Umsatz von 1,4 Mrd €. Dieser Anstieg um 4 % wurde im Wesentlichen durch die Erlösverbesserungen bei den Nickelbasislegierungen aus der Business Unit ThyssenKrupp VDM getragen, während der Rohstoffeinfluss bei den übrigen, im Bereich Rostfrei-Flach operierenden Business Units nur zu einer geringfügigen Umsatzverbesserung führte.

Die Business Unit ThyssenKrupp Mexinox ist der einzige Hersteller von kaltgewalzten Rostfrei-Produkten in Mexiko und bedient neben dem mexikanischen Heimatmarkt insbesondere die übrigen Nafta-Märkte USA und Kanada. Durch verstärkte Konzentration auf das Endkundengeschäft, Fokussierung auf hochwertige Kaltbandprodukte sowie Vertiefung der Wertschöpfungskette gelang es ThyssenKrupp Mexinox im 1. Quartal 2005/2006, in einem nachgebenden nordamerikanischen Marktumfeld das Versandvolumen und den Umsatz zu steigern und die Marktposition auszubauen.

Die Business Unit Shanghai Krupp Stainless, ein Joint Venture mit dem chinesischen Stahlproduzenten Baosteel, betreibt ein Rostfrei-Kaltwalzwerk in Shanghai, dessen Kapazität durch die Inbetriebnahme weiterer Aggregate im Jahr 2005 auf rund 250.000 t gewachsen ist. Wegen des zunehmenden Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage auf dem chinesischen Markt und eines extrem niedrigen Basispreisniveaus wurde diese verfügbare Kapazität aber nur zum Teil ausgenutzt. Eine derzeit im Bau befindliche Warmband-Glüh-/Beizlinie wird im 2. Quartal 2006 in Betrieb gehen und die Voraussetzung schaffen, Vormaterial für die Kaltbandproduktion lokal einzukaufen. Damit kann das Werk künftig schneller auf Marktveränderungen reagieren.

Das Segment Stainless schloss trotz schwierigsten Marktumfeldes im 1. Quartal 2005/2006 mit einem positiven Ergebnis von 7 Mio € nach 125 Mio € im Vorjahresquartal.

Der zu Jahresbeginn 2005 in Westeuropa einsetzende Basispreisverfall, der insbesondere auf einen stagnierenden Markt, gestiegene Kapazitäten des Wettbewerbs sowie einen verstärkten Abbau des lagerhaltenden Handels zurückzuführen ist, erreichte im 1. Quartal seinen Tiefstpunkt. Zum Teil massive Produktionskürzungen seitens aller europäischen Produzenten bewirken eine Anpassung des Angebots an die veränderte Nachfragesituation. Gestiegene Kosten für Energie – insbesondere Strom und Gas – sowie für Transporte verstärkten den Druck auf die Margen. Der vorübergehende geringe Rückgang der Rohstoffpreise führte einerseits zu Ergebnisbelastungen beim Verkauf der mit höheren Herstellungskosten bewerteten Bestände, andererseits aber auch zu einer mengenmäßigen Belebung der Nachfrage für Kaltbandprodukte. Dies konnte den Trend aber lediglich etwas abschwächen und schlug sich in einem deutlich unter Vorjahresquartal liegenden Gewinn der deutschen und italienischen Aktivitäten nieder.

Der nordamerikanische Markt gab trotz der weiterhin kräftig wachsenden US-Wirtschaft leicht nach. Darüber hinaus fiel das Basispreisniveau im Laufe des Jahres 2005 auf Grund der verhaltenen Nachfrageentwicklung kontinuierlich. Der schwieriger werdende Markt sowie Energie- und Transportkostensteigerungen führten bei den mexikanischen Kaltwalzaktivitäten zu einem deutlichen Rückgang des Ergebnisses.

Trotz der weiterhin positiven Nachfrageentwicklung nach rostfreien Kaltflachprodukten in Asien, insbesondere in China, hatte ein überproportional gestiegenes Angebot auf Herstellerseite durch neu in Betrieb genommene chinesische Rostfrei-Kaltwalzkapazitäten ab dem 2. Quartal 2005 eine starke Verunsicherung des Marktes und einen dramatischen Preisverfall zur Folge. Die hieraus resultierende Unterauslastung in Verbindung mit dem Marktpreisniveau führte in die Verlustzone.

Getragen von den Marktsegmenten Luftfahrt, Öl und Gas setzte sich die gute Nachfrage im Bereich Nickelbasislegierungen weiter fort. In diesem Umfeld erzielte der Bereich Nickelbasislegierungen eine deutliche Gewinnsteigerung gegenüber dem Vorjahresquartal.

Automotive: Schwache Automobilkonjunktur belastet

Automotive in Zahlen
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. * vor Steuern

 

   

1. Quartal
2004/2005

 

1. Quartal
2005/2006

Auftragseingang

Mio €

 

1.919

 

1.906

Umsatz

Mio €

 

1.864

 

1.972

Ergebnis*

Mio €

 

24

 

0

Mitarbeiter (31.12.)

 

 

43.973

 

42.861

Die schwache internationale Automobilkonjunktur hat die Geschäftsentwicklung von Automotive belastet. Dennoch erzielte das Segment einen Umsatzanstieg um 6 % auf 2,0 Mrd €. Die Aufwertung des US-Dollar sowie des brasilianischen Real gegenüber dem Euro trug zu dem höheren Umsatz bei. Andererseits ist zu berücksichtigen, dass in den Vorjahreszahlen noch die Umsätze der zwischenzeitlich veräußerten Aktivitäten Alu Castings sowie Nutzfahrzeugfedern enthalten sind.

Das Segment hat zum 01. Oktober 2005 seine Aktivitäten nach einem produktorientierten Gliederungsprinzip neu geordnet und in den drei Business Units Body, Chassis und Powertrain zusammengefasst. Die Vorjahreszahlen sind jeweils vergleichbar ermittelt.

In der Business Unit Body lag der Umsatz leicht über dem Vorjahresniveau. Während die nordamerikanischen Presswerke mengenbedingte Umsatzrückgänge ausgewiesen haben, gab es bei den nordamerikanischen Gießereien mengen- und preisbedingte Umsatzzuwächse.

Die Business Unit Chassis verzeichnete insgesamt einen deutlichen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr. Hierzu trugen sowohl der Bereich Chassis Structure als auch der Bereich Suspension bei. Durch den Hochlauf neuer Werke konnte das Systemgeschäft ausgeweitet werden. Zudem hat sich im Bereich Suspension der Produktionshochlauf neuer Fahrzeugmodelle in Europa und den USA positiv ausgewirkt.

Der Umsatzrückgang in der Business Unit Powertrain resultiert im Wesentlichen aus der Veräußerung des Bereichs Alu Castings. Die Stärke des brasilianischen Real gegenüber dem US-Dollar hat im Bereich Crankshafts das wertmäßige Volumen der Exporte aus Brasilien in die USA belastet.

Das Segment Automotive erzielte ein ausgeglichenes Ergebnis. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres, in dem noch die laufenden Ergebnisse der zwischenzeitlich veräußerten Einheit Alu Castings (Business Unit Powertrain) enthalten waren, lag der Gewinn bei 24 Mio €.

Hauptergebnisträger war auch im 1. Quartal 2005/2006 wieder die Business Unit Powertrain.

Die Business Unit Body erwirtschaftete einen Verlust, nachdem sie im Vergleichsquartal des Vorjahres ein positives Ergebnis erzielt hatte. Das laufende Ergebnis war durch die rückläufige Auslastung der amerikanischen und französischen Stampings-Aktivitäten und durch die gestiegenen Vormaterialpreise bei den Gießereien in Nordamerika belastet.

Die Business Unit Chassis verbesserte den Gewinn. Die negative Ergebnisabweichung im Rahmen-Werk Kitchener wurde durch höhere Gewinne in den Bereichen Steering und Suspension überkompensiert.

Die Business Unit Powertrain erzielte wiederum einen deutlichen Gewinn, der aber unter dem hohen Niveau des Vorjahresquartals blieb. Ergebnismindernd wirkte neben dem Wegfall des Ergebnisses der verkauften Einheit Alu Castings die Wechselkursentwicklung des brasilianischen Real und des US-Dollar.

Technologies: Weiter auf Wachstumskurs

Technologies in Zahlen
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. * vor Steuern

 

   

1. Quartal
2004/2005

 

1. Quartal
2005/2006

Auftragseingang

Mio €

 

1.588

 

1.648

Umsatz

Mio €

 

1.133

 

1.603

Ergebnis*

Mio €

 

47

 

92

Mitarbeiter (31.12.)

 

 

22.777

 

27.404

Technologies hat im 1. Quartal 2005/2006 den Umsatz deutlich um 42 % auf 1,6 Mrd € gesteigert. Hauptursachen für diese erfreuliche Entwicklung waren neben der Einbeziehung der HDW-Gruppe, die im Vorjahresquartal noch nicht enthalten war, Umsatzzuwächse in allen drei großen Business Units. Der Auftragseingang lag mit 1,6 Mrd € ebenfalls über dem Vorjahreswert. Mit einem Auftragsbestand von 8,9 Mrd € zum 31. Dezember 2005 wird mehr als ein Jahresumsatz durch den Bestand abgedeckt.

Der Spezial- und Anlagenbau von Plant Technology konnte im 1. Quartal 2005/2006 aus dem hohen Auftragsbestand deutlich höhere Umsatzabrechnungen erzielen. Auch die erfreuliche Entwicklung bei den Auftragseingängen hat sich dank der guten Projektlage fortgesetzt. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Rohstoffen vor allem aus den Entwicklungs- und Schwellenländern bei begrenzten Produktions- und Transportkapazitäten sowie der Anstieg der Rohstoffpreise bei Eisenerz, Kohle, Kupfer und Nickel ergaben Auftragschancen für fördertechnische Anlagen. Auch die auf Grund des gestiegenen Rohölpreises profitabel gewordene Ölsandgewinnung ist ein Markt mit hohem Wachstumspotenzial und birgt weitere Auftragschancen.

Marine Systems verdreifachte nahezu den Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal. Hauptgründe waren der Umsatzzuwachs durch die HDW-Gruppe, aber auch höhere Umsatzabrechnungen in den angestammten Bereichen. Der Auftragseingang lag leicht über dem Niveau des Vorjahresquartals.

Mechanical Engineering profitierte von der anhaltend guten Geschäftsentwicklung in vielen Zweigen des Maschinenbaus. Der Auftragseingang lag insbesondere wegen der zwischenzeitlich erfolgten Unternehmensverkäufe unter Vorjahresniveau. Der Umsatz ist leicht angestiegen. Bereinigt um die Unternehmensverkäufe nahm das Umsatzvolumen auf Grund der guten Nachfrageentwicklung jedoch kräftig zu. Das Geschäft mit Großwälzlagern und Baumaschinenkomponenten hat dazu maßgeblich beigetragen.

Am 30. Dezember 2005 wurde mit BAE Systems der Vertrag über den Erwerb des Marine-Elektronik-Ausrüsters Atlas Elektronik unterzeichnet, bei dem ThyssenKrupp Technologies künftig 60 % und EADS 40 % der Anteile halten. Das Unternehmen ist Marktführer bei integrierten Sonarsystemen für U-Boote und langjähriger Zulieferer von ThyssenKrupp Marine Systems. Dieser Erwerb ist die konsequente Fortsetzung der mit dem Zusammenschluss von ThyssenKrupp Werften und HDW begonnenen Konsolidierung der deutschen Marineindustrie und trägt zum Ausbau der technologischen Spitzenstellung bei nichtnuklearen U-Booten bei. Der Erwerb wird vollzogen, sobald die Zustimmungen der relevanten Aufsichtsgremien und die erforderlichen fusionskontrollrechtlichen Freigaben vorliegen.

Das Segment Technologies steigerte den Gewinn auf 92 Mio €, das war nahezu eine Verdoppelung des Vorjahresergebnisses. Wesentliche Ursachen waren die nachfragebedingt gute Auslastung im Bereich Mechanical Engineering, höhere Umsätze bei Plant Technology und verbesserte Auftragsergebnisse bei Marine Systems. Mechanical Engineering und Plant Technology lieferten dabei die größten Beiträge zum Segmentergebnis.

Im Vorjahresquartal ist das Ergebnis der im Oktober 2005 veräußerten Business Unit MetalCutting unter den nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.

Plant Technology erwirtschaftete wieder einen zweistelligen Millionen-Gewinn und übertraf den Vorjahreswert. Wesentliche Treiber waren höhere Umsätze. Berücksichtigt man, dass der Vorjahresgewinn durch Erträge aus der Zeitwertbewertung von Kurssicherungsgeschäften begünstigt war, ergibt sich für den operativen Gewinn ein deutlicher Anstieg.

Marine Systems erzielte mit einem zweistelligen Gewinn in Millionen € eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahresquartal. Wesentliche Faktoren waren verbesserte Auftragsergebnisse und die gute Auslastung bei der Schiffsreparatur.

Bei Mechanical Engineering führten Umsatzzuwächse, gute Beschäftigung sowie die Abgabe von Verlustbereichen zu einer deutlichen Gewinnsteigerung. Wie im Vorjahr lag das Ergebnis wieder im zweistelligen Millionen-Bereich.

Beim Transrapid wurde der Verlust etwas reduziert, im Wesentlichen auf Grund von Kostensenkungsmaßnahmen und geringeren planmäßigen Abschreibungen.

Elevator: Hohe Zuwächse in Nordamerika

Elevator in Zahlen
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. * vor Steuern

 

   

1. Quartal
2004/2005

 

1. Quartal
2005/2006

Auftragseingang

Mio €

 

1.002

 

1.261

Umsatz

Mio €

 

877

 

1.008

Ergebnis*

Mio €

 

98

 

85

Mitarbeiter (31.12.)

 

 

32.485

 

34.843

Elevator hat sich auch zu Beginn des Geschäftsjahres 2005/2006 sehr erfolgreich entwickelt. Bei anhaltend intensivem Preiswettbewerb und Margendruck konnte das Geschäftsvolumen im 1. Quartal auf wichtigen Märkten ausgebaut werden. Hervorzuheben ist die nach wie vor starke Nachfrage nach Neuinstallationen in Nordamerika. Aber auch der Dienstleistungsbereich mit Service und Modernisierung konnte weiter wachsen. Neben positiven operativen Effekten führte auch die Entwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar zu einem höheren Auftragseingang und Umsatz. Insgesamt stieg der Auftragseingang im 1. Quartal um 26 % auf 1.3 Mio €; der Umsatz nahm um 15 % auf 1.0 Mio € zu.

Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe hat das gute Vorjahresniveau bei Auftragseingang und Umsatz nochmals steigern können. Neben einer stabilen Entwicklung in Deutschland konnte insbesondere in Frankreich und in Osteuropa das Geschäftsvolumen ausgeweitet werden, auch bedingt durch eine gestiegene Nachfrage nach Neuinstallationen. Demgegenüber war die Entwicklung in Großbritannien eher verhalten.

Besonders positiv hat sich die Business Unit Americas entwickelt. Vor allem das Neuinstallationsgeschäft konnte mit einer Vielzahl kleinerer und mittlerer Projekte deutlich ausgeweitet werden. Aber auch der konsequente Ausbau und weitere Effizienzsteigerungen der Serviceaktivitäten führten zusammen mit einer vorteilhaften Wechselkursentwicklung zu einem höheren Auftragseingang und Umsatz, sowohl in Nord- als auch in Lateinamerika.

Die Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East verbuchte höhere Bestellungen. Hier gab es weiterhin positive Impulse aus dem Neuinstallationsgeschäft in Spanien und in der übrigen Mittelmeerregion. Demgegenüber konnte das hohe Umsatzniveau des Vorjahres durch temporäre Verschiebungen nicht ganz erreicht werden.

Die Business Unit Asia/Pacific erzielte einen höheren Auftragseingang und Umsatz. Die chinesischen Aktivitäten profitierten deutlich von der unverändert starken Nachfrage nach Neuinstallationen. Aber auch die Regionen Indien und Südostasien entwickelten sich positiv und konnten ihre Marktpräsenz weiter festigen.

Einen sehr starken Auftragseingang verzeichnete die Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges. Hier wurden mehrere Flughafenprojekte erfolgreich akquiriert, unter anderem für London-Heathrow, Kairo und Los Angeles. Der Umsatz lag leicht über dem Vorjahresniveau.

Weiterhin deutlich auf Wachstumskurs liegt die Business Unit Accessibility. Sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz konnten erfreulich gesteigert werden. Neben dem Effekt aus der Neukonsolidierung der italienischen Gesellschaft Ceteco wurde das Geschäft in Amerika wie auch in Europa ausgedehnt.

Das Segment Elevator erreichte im 1. Quartal 2005/2006 einen Gewinn von 85 Mio € nach 98 Mio € im Vorjahr. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahresquartal positive Effekte aus der Zeitwertbewertung von Währungsderivaten realisiert wurden, während im Berichtsquartal teilweise auch Verluste daraus resultierten. Operativ hat sich Elevator gut auf dem sehr wettbewerbsintensiven Markt behauptet. Die größten Ergebnisbeiträge stammen aus den Business Units Central/Eastern/Northern Europe, Americas und Southern Europe/Africa/Middle East.

Die Business Unit Central/Eastern/Northern Europe hat wieder den Gewinn des Vorjahres erreicht. Der Gewinnzuwachs aus der Erstkonsolidierung der schweizerischen Gesellschaft Trapo Küng zusammen mit der positiven Entwicklung in Frankreich und den Benelux-Ländern wurde durch die immer noch verhaltene Situation in Großbritannien kompensiert.

Demgegenüber hat die Business Unit Southern Europe/Africa/Middle East den Vorjahresgewinn nicht erreichen können. Belastend waren Effekte aus der Bewertung von Währungsderivaten, die im Vorjahresquartal noch positiv wirkten. Operativ hingegen festigten die Aktivitäten ihre Marktposition. Allerdings nimmt der Margendruck insbesondere auf der iberischen Halbinsel zu.

Einen erfreulich höheren Gewinn erzielte die Business Unit Americas. Insbesondere in den USA wurden weitere Effizienzsteigerungen in der Produktion und im Service realisiert; ferner wirkte der gestiegene Wert des US-Dollar positiv bei der Umrechung der Ergebnisse in Euro. Die lateinamerikanischen Aktivitäten – hier vor allem Brasilien – profitierten vom insgesamt positiven wirtschaftlichen Klima in der Region.

Die Business Unit Asia/Pacific hingegen erreichte den Vorjahresgewinn nicht. Während die chinesischen Aktivitäten durch Volumenausweitungen auch steigende Ergebnisbeiträge erwirtschafteten, wirkte sich in Korea insbesondere der weiter hohe Preis- und Kostendruck negativ auf den Bereich der Neuinstallationen aus. Die Ergebnislage bei den anderen Aktivitäten in der Region war stabil.

Das Ergebnis in der Business Unit Escalators/Passenger Boarding Bridges war durch negative Sondereffekte aus der Bewertung von Währungsderivaten belastet. Darüber hinaus ist auf dem Fahrtreppenmarkt in Europa ein sinkendes Preisniveau erkennbar, so dass im Vergleich zum Vorjahr geringere Margen realisiert wurden. Insgesamt schloss die Business Unit mit einem Verlust ab, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn erwirtschaftet wurde.

Der Gewinn der Business Unit Accessibility entwickelte sich weiterhin sehr erfreulich. Neben dem Gewinnbeitrag aus der Neukonsolidierung in Italien setzten auch die anderen Aktivitäten den positiven Ergebnistrend weiter fort.

Services: Schwächere Werkstoffkonjunktur

Services in Zahlen
Alle Angaben beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. * vor Steuern

 

   

1. Quartal
2004/2005

 

1. Quartal
2005/2006

Auftragseingang

Mio €

 

3.222

 

3.127

Umsatz

Mio €

 

3.198

 

3.066

Ergebnis*

Mio €

 

92

 

85

Mitarbeiter (31.12.)

 

 

32.789

 

34.940

Das Segment Services erzielte im 1. Quartal 2005/2006 einen Umsatz von 3,1 Mrd € und lag damit um 4 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Die größte Business Unit Materials Services Europe verzeichnete insbesondere in Deutschland einen deutlichen Umsatzrückgang. Hierin spiegelte sich das gegenüber dem Vergleichsquartal niedrigere Preisniveau für Walz- und Edelstahl bei überwiegend stagnierender Nachfrage wider. Positiv entwickelten sich dagegen das Kunststoffgeschäft und der Markt in Osteuropa, vor allem in Polen.

Ähnlich wie in Europa verlief die Entwicklung in der Business Unit Materials Services North America. Vor allem die gegenüber dem Vorjahr geringeren Walzstahlpreise machten sich im Umsatz deutlich bemerkbar. Dagegen lagen die NE-Metallpreise überwiegend auf hohem Niveau. Die Nachfrage war insgesamt stabil.

Deutlich gewachsen ist der Umsatz der Business Unit Industrial Services. Dies betrifft vor allem das internationale Geschäft, in erster Linie mit Kunden in Nordamerika. Hier hat sich auftragsbedingt die Zahl der Mitarbeiter merklich erhöht. Auch in Deutschland konnten erfreuliche Umsatzzuwächse verzeichnet werden.

Die Umsatzentwicklung der Business Unit Special Products litt unter dem geringen Nachfragevolumen und reduzierten Preisen bei Walzstahl und einigen Rohstoffen, insbesondere Koks. Dagegen konnte das Technikgeschäft signifikant ausgebaut werden.

Der Gewinn von Services lag mit 85 Mio € um 7 Mio € unter dem Vorjahreswert. Die Business Units Materials Services Europe und Materials Services North America erwirtschafteten geringere Gewinne; ausschlaggebend war die rückläufige Werkstoffkonjunktur mit zum Teil deutlich niedrigeren Preisen. Die Business Unit Industrial Services hat insbesondere auf Grund des Auslandsgeschäfts ihren Gewinn verbessert. Special Products hat den guten Gewinn des Vorjahres dank des Technik- und Rohstoffgeschäfts noch einmal gesteigert.

 

Der Bereich Corporate umfasst die Konzernverwaltung einschließlich der konzerninternen Dienstleistungen sowie inaktiver Gesellschaften, die einzelnen Segmenten nicht zugeordnet werden können. Hinzu kommen die nicht betriebsnotwendigen Immobilien, die zentral im Bereich Corporate geführt und verwertet werden. Der Umsatz von Corporate lag bei 36 Mio € nach 34 Mio € im Vorjahresquartal.

Der Aufwand bei Corporate stieg um 9 Mio € auf 111 Mio €. Geringeren Zinsaufwendungen für Finanzverbindlichkeiten und Pensionen standen zusätzliche Aufwendungen für ein konzernweites Projekt zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gegenüber.

 

Die Position Konsolidierung enthält im Wesentlichen die Ergebnisse aus der Eliminierung der Konzernzwischengewinne.