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ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN UND VERLUSTRECHNUNG4 UMSATZERLÖSEDie Umsatzerlöse enthalten Dienstleistungsumsätze in Höhe von 20.611 (i. Vj. 18.178) Mio €. 5 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen einschließlich immaterieller Vermögenswerte in Höhe von 44 (i. Vj. 34) Mio €, Erträge aus in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 0 (i. Vj. 1) Mio € sowie Versicherungsentschädigungen in Höhe von 213 (i. Vj. 29) Mio € enthalten, die im Wesentlichen aus zwei größeren Brandschäden resultieren. Ferner enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge 153 Mio € aus dem Erhalt der von Dofasco gemäß dem Support Agreement zu zahlenden Break-up Fee. 6 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagen einschließlich immaterieller Vermögenswerte in Höhe von 47 (i. Vj. 39) Mio €, Aufwendungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 99 (i. Vj. 88) Mio €, Zuführungen zu Rückstellungen (ohne Restrukturierung) in Höhe von 22 (i. Vj. 139) Mio € sowie Wertminderungen auf Firmenwerte in Höhe von 34 (i. Vj. 35) Mio €. Ferner werden hier Aufwendungen im Zusammenhang mit nicht kundenauftragsbezogenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Höhe von 188 (i. Vj. 166) Mio € ausgewiesen. 7 FINANZERGEBNISIn der Periode wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 13 (i. Vj. 16) Mio € aktiviert. Soweit einer bestimmten Investition eine Finanzierung konkret zugerechnet werden kann, werden die tatsächlichen Fremdfinanzierungskosten aktiviert. Sofern kein direkter Bezug hergeleitet werden kann, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns der laufenden Periode berücksichtigt.
8 BETEILIGUNG AN DER RAG AKTIENGESELLSCHAFTDie veränderten kohlepolitischen Rahmenbedingungen führten im Geschäftsjahr 2004/2005 zu einer vollständigen Wertminderung der Beteiligung des Konzerns an der RAG Aktiengesellschaft. Hieraus resultierten Aufwendungen in Höhe von 442 Mio €, die zusammen mit der Rückstellungszuführung für Verpflichtungen aus dem Altbergbau des ThyssenKrupp Konzerns vor 1969 in Höhe von 32 Mio € in einer separaten Zeile der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen wurden. Die Einschätzung über den Wertansatz der Beteiligung hat sich nicht geändert. 9 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGDie Ertragsteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf:
Das für das abgelaufene Geschäftsjahr 2005/2006 anzuwendende Körperschaftsteuerrecht sieht einen gesetzlichen Steuersatz von 25 % (i. Vj. 25 %) zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 % vor. Die durchschnittliche Gewerbesteuerbelastung der Gesellschaften des ThyssenKrupp Konzerns beträgt 13,04 % (2004/2005: 13,04 %). Daher werden die latenten Steuern inländischer Gesellschaften zum 30. September 2006 mit einem Gesamtsteuersatz von 39,42 % (i. Vj. 39,42 %) bewertet. Die für ausländische Gesellschaften zu Grunde gelegten jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersätze liegen zwischen 5,7 % und 42,3 % (i. Vj. 5,7 % und 42,3 %). Steuersatzänderungen im Ausland führten im Geschäftsjahr 2005/2006 zu einem latenten Steueraufwand in Höhe von 14 (i. Vj. 16) Mio €. Die im Eigenkapital berücksichtigten Steuern verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Bereiche:
Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn die Realisierbarkeit dieser Steuervorteile wahrscheinlich ist. Zur Bestimmung entsprechender Wertberichtigungen werden alle zurzeit bekannten positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Die dabei vorzunehmende Einschätzung kann sich durch zukünftige Entwicklungen verändern. Zum 30. September 2006 werden für im Konzern bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.045 (i. Vj. 1.101) Mio € keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Von diesen steuerlichen Verlustvorträgen ist ein Teilbetrag von 580 (i. Vj. 646) Mio € nach der bestehenden Rechtslage zeitlich und der Höhe nach unbegrenzt vortragsfähig, während Verlustvorträge in Höhe von 465 (i. Vj. 455) Mio € innerhalb der nächsten 20 Jahre verfallen werden, soweit sie nicht genutzt werden. Darüber hinaus werden zum 30. September 2006 für abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 376 (i. Vj. 274) Mio € keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2005/2006 wird für die ThyssenKrupp AG weder eine ausschüttungsbedingte Körperschaftsteuerminderung noch eine Körperschaftsteuererhöhung ergeben. Für einbehaltene Gewinne bei ausländischen Tochterunternehmen sind keine passiven latenten Steuern angesetzt worden, weil diese Gewinne permanent investiert bleiben sollen. Die Ermittlung der nicht angesetzten latenten Steuern wäre mit verhältnismäßig hohem Aufwand verbunden. Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Positionen:
Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit sie künftigen Belastungen oder Minderungen desselben Steuerpflichtigen gegenüber derselben Steuerbehörde zuzuordnen sind. Der ausgewiesene Steueraufwand des Geschäftsjahres 2005/2006 in Höhe von 919 (i. Vj. 737) Mio € ist um 115 Mio € niedriger (i. Vj. 76 Mio € höher) als der erwartete Steueraufwand in Höhe von 1.034 (i. Vj. 661) Mio €, der sich bei Anwendung des inländischen Gesamtsteuersatzes von 39,42 % (i. Vj. 39,42 %) auf das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern ergäbe. Die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle:
10 ERGEBNIS JE AKTIEDas Ergebnis je Aktie ("basic earnings per share") berechnet sich wie folgt:
Ermittlung der für die Kalkulation des Ergebnisses je Aktie relevanten AktienanzahlDas Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der ThyssenKrupp AG zurechenbaren Jahresüberschusses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Veräußerte oder zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich in Umlauf befinden, berücksichtigt. Der gewichtete Aktiendurchschnitt reduzierte sich durch den Erwerb eigener Aktien per 06. Mai 2003 und erhöhte sich wieder durch die Veräußerung dieser Aktien im 2. Quartal 2003/2004, im 3. Quartal 2004/2005 und im 1. Quartal 2005/2006. Im 4. Quartal 2005/2006 reduzierte sich der gewichtete Aktiendurchschnitt erneut durch den Erwerb eigener Aktien. In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte. 11 ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGFolgender Personalaufwand ist in den Aufwandspositionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:
Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt:
Honorare und Dienstleistungen des AbschlussprüfersFür die in den Geschäftsjahren 2004/2005 und 2005/2006 erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft, Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie der Gesellschaften des weltweiten KPMG-Verbundes sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:
Die Prüfungshonorare beinhalten vor allem die Honorare für die Konzernabschlussprüfung, die prüferische Durchsicht der Zwischenabschlüsse sowie die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen der ThyssenKrupp AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Die prüfungsnahen Honorare umfassen im Wesentlichen die Honorare für Due-Diligence-Leistungen im Zusammenhang mit Akquisitionen und Desinvestitionen, sowie Prüfungen des internen Kontrollsystems. In den Honoraren für Steuerberatung sind insbesondere Honorare für Steuerberatungsleistungen bei laufenden und geplanten Transaktionen, für die Erstellung von Steuererklärungen, für steuerliche Due-Diligence-Leistungen, für Steuerberatung im Zusammenhang mit Projekten und konzerninternen Reorganisationen sowie die steuerliche Beratung von in das Ausland entsandten Mitarbeitern enthalten. Die übrigen Honorare umfassen überwiegend die Honorare für projektbezogene Beratungsleistungen. |
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