ThyssenKrupp will in China weiter wachsen
Technologiekonzern präsentiert auf Technology Days Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft
Der ThyssenKrupp Konzern will in China weiter wachsen. "In den kommenden Jahren wollen wir unseren Umsatz in China auf zwei Milliarden Euro verdoppeln und eine halbe Milliarde Euro investieren. Wir wollen mit unserer Umsatzsteigerung das chinesische Wirtschaftswachstum quantitativ und qualitativ begleiten.", sagte der Vorsitzende des Vorstands der ThyssenKrupp AG, Dr. Ekkehard Schulz, am Samstag bei der Eröffnung der ThyssenKrupp Technology Days in Shanghai. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/07 konnte ThyssenKrupp den Umsatz mit Kunden in China bereits um zehn Prozent steigern. 2005/06 hatte der Konzern eine Milliarde Euro in China umgesetzt, davon rund 400 Millionen Euro im größten Unternehmen in China, der Shanghai Krupp Stainless. ThyssenKrupp hält an diesem Joint Venture 60 Prozent.
Auch mit der Magnetschwebebahn Transrapid verfolgt ThyssenKrupp Wachstumspläne. Die Planungen zur Verlängerung der bestehenden Verbindung zwischen dem Flughafen Pudong International und der Longyang Road Station sind weit fortgeschritten. Gemeinsam mit der chinesischen Seite wurde eine kommerzielle Zusammenarbeit für die Verlängerung bis zum 34 Kilometer entfernten Flughafen Hongqiao vereinbart. Die Entscheidung über diese Verlängerung wird von chinesischer Seite getroffen. "Eine positive Entscheidung wäre eine wichtige Weichenstellung für einen weiteren Einsatz der Transrapidtechnik in China", sagte Schulz. Bis heute hat der Transrapid über zwölf Millionen Passagiere transportiert.
China ist heute der bei weitem größte Stahlproduzent der Welt. Auf das Land entfällt mehr als ein Drittel der gesamten Weltstahlproduktion. Die chinesischen Stahlunternehmen setzen auf neue, moderne Anlagen, die hohen Umweltschutzanforderungen gerecht werden. 50 Millionen Tonnen effizienter Kapazität sind geplant oder befinden sich schon in Bau. Im Gegenzug sollen überalterte Anlagen stillgelegt werden. Dies wird jedoch nicht mit der nötigen Strenge durchgesetzt. "Alle Maßnahmen der chinesischen Regierungen, die die Ausfuhren dämpfen sollen, verpufften bisher wirkungslos", sagte Schulz. Eine der sich hieraus ergebenden Konsequenzen trifft Europa besonders hart:"China entwickelt sich zum Stahlexporteur, und Europa ist außerhalb Asiens das erste Ziel dieser Exporte", sagte Schulz. In diesem Jahr werden zehn Millionen Tonnen Stahl in die EU exportiert. Im vorigen Jahr war es nur halb so viel. "Will China auf Dauer stetige Handelskonflikte vermeiden, müssen marktwirtschaftliche Spielregeln eingehalten werden", sagte Schulz.
Als internationaler Technologiekonzern hat verantwortliches Handeln für ThyssenKrupp eine hohe Priorität. Der Konzern versteht sich seit Jahren weltweit als good corporate citizen. Ausdruck für dieses nachhaltige Wirtschaften vor dem Hintergrund großer sozialer, technischer und ökologischer Herausforderungen sind die Technology Days. Mit der Ausstellung will ThyssenKrupp zeigen, wie diese Herausforderungen gemeistert werden können.
In der Technologie-Ausstellung, die während der Golden Week vom 30. September bis zum 6. Oktober im Shanghaier Science and Technology Museum stattfindet, werden innovative Produkte und Lösungen präsentiert, die dazu beitragen, die Zukunft technisch sinnvoll und ökologisch verantwortungsbewusst zu gestalten. ThyssenKrupp versteht sich dabei in erster Linie als Partner Chinas, der das Land bei der Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen unterstützt.
Ausgehend von drei zentralen globalen Herausforderungen: Der Zunahme von Mobilität, der Ressourcenknappheit und dem Klimawandel zeigen die ThyssenKrupp Technology Days an konkreten Beispielen, wie der Beitrag von ThyssenKrupp zur Lösung der globalen Herausforderungen aussehen kann: So werden beispielsweise neue Werkstoffe vorgestellt, die in modernen Meerwasserentsalzungsanlagen effizient und nachhaltig arbeiten. Es wird gezeigt, wie Schadstoffe mithilfe des EnviNOx-Verfahrens aus der Luft gefiltert werden können oder welchen Beitrag der Werkstoff Stahl dazu leisten kann, das Automobil der Zukunft sicherer und leichter werden zu lassen.
Im Rahmen der Technology Days wird eine neue Internet-Seite ThyssenKrupp China der Öffentlichkeit vorgestellt. Dort finden Sie weitere Informationen zu den Technology Days: www.thyssenkrupp.com.cn.
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| Rede des Vorstandsvorsitzenden der ThyssenKrupp AG, Dr. Ekkehard Schulz, 30. September 2007 | PDF (53 KB) |