Klimaschutz und Energieeffizienz

Klimaschutz und Energieeffizienz sind feste Bestandteile unserer Konzernstrategie. Der globale Klimawandel und die Entwicklung zu mehr Energie- und Ressourceneffizienz sowie Umweltschutz verdeutlichen, dass die Welt nicht nur "mehr" Produkte braucht, sondern vor allem "bessere" Produkte: effizienterer Umgang mit Energie und Ressourcen, nachhaltigere Infrastruktur sowie umweltfreundlichere Produktion und Investitions- und Konsumgüter. Der globale Trend zu "besseren" Produkten bietet wesentliche Geschäftschance für ThyssenKrupp, seine Stärken und Wettbewerbsvorteile auszuspielen. Innovationen und technologischer Fortschritt sind daher Schlüsselfaktoren, um den Herausforderungen Ressourcenverknappung und Infrastruktur zu begegnen. Und genau hier liegen die Stärken von ThyssenKrupp: Unsere Ingenieurskompetenz ermöglicht es unseren Kunden, sich im globalen Wettbewerb zu positionieren und mit innovativen Produkten Ressourcen zu schonen.

CO2-Emissionen von ThyssenKrupp (2009/2010) in Mio. t CO2
CO2-Emissionen von ThyssenKrupp (2009/2010)

Alle Business Areas führen kontinuierlich Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen durch.

Klimaschutz und Energieeffizienz am Beispiel der Stahlherstellung

In der Stahlherstellung verwendet ThyssenKrupp die modernsten verfügbaren Technologien und kann bei der Reduktion seiner CO2-Emissionen erhebliche Erfolge vorzeigen. Unsere Stahlwerke in Duisburg und Santa Cruz verfügen über ein komplexes Energiemanagement, den so genannten "Energieverbund", der die Emissionen deutlich reduziert - z.B. durch die Nutzung von Kuppelgasen, Abwärme und Dampf. Dabei ist die Effizienz des Reduktionsmitteleinsatzes in unseren Hochöfen in Duisburg und Santa Cruz (Brasilien) bereits nahe dem chemisch-technischen Minimum. Mit bereinigt rund 1,7 t CO2 je Tonne Rohstahl (2009) liegt ThyssenKrupp deutlich unter dem globalen Durchschnitt. Größere Reduktionen sind mit der verfügbaren Hochofentechnologie nicht mehr möglich.

Nichtsdestotrotz hat ThyssenKrupp Steel Europe hat im 2010 ein weiteres Energieeffizienz-Programm abgeschlossen, das eine Gesamteinsparung von 45 Millionen Euro vorweisen kann. Ein neues Programm wird die Energiekosten an allen Standorten des Produktionsnetzwerks weiter nachhaltig senken. Die Ergebnisse der Sparmaßnahmen können sich sehen lassen. Das bislang allein an den Standorten Siegerland, Bochum und Dortmund identifizierte Potenzial liegt bei rund 12,5 Millionen Euro und rechnerischen 78.000 Tonnen weniger CO2 Ausstoß zum Ende der Umsetzungsphase im Jahr 2014. Bei den Energiesparmaßnahmen handelt es sich zu 95 Prozent um anlagenbezogene Veränderungen, für die rund acht Millionen Euro investiert werden müssen. Das Programm wird als fester Bestandteil in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess der ThyssenKrupp Steel Europe AG übernommen.

Um bahnbrechende Fortschritte bei der Senkung der Emissionen zu erreichen, engagiert sich ThyssenKrupp in Forschungsinitiativen über zukunftsweisende Produktionsverfahren für die nächsten Jahrzehnte. Hierzu zählt neben eigenen Initiativen insbesondere die federführende Teilnahme am Projekt "Ultra Low CO2 Steelmaking" (ULCOS). An dieser Initiative sind 48 Partner aus 15 europäischen Ländern beteiligt. Das Konsortium vereint fast alle großen europäischen Stahlproduzenten, deren Zulieferer sowie zahlreiche Universitäten und Forschungsinstitute.

Wissenschaftler und Ingenieure des Konzerns beteiligen sich außerdem aktiv in nationalen und internationalen Gremien zu technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen des Klimaschutzes. Zu diesem Dialog zählt für ThyssenKrupp auch die Teilnahme am Carbon Disclosure Projekt (CDP), einer globalen Transparenzinitiative zum Klimaschutz.

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