Technologiekompetenz

Technologiekompetenz für die Welt von morgen: Unsere Wissenschaftler und Entwicklungsingenieure konzentrieren sich auf die aktuellen Schlüsseltechnologien, um die führende Position von ThyssenKrupp bei anspruchsvollen Produkten auch für die Zukunft zu sichern. Insbesondere die Informationstechnologie ist zum unersetzlichen Werkzeug unserer Techniker und Wissenschaftler geworden – nicht nur bei Software und Elektronik, sondern ebenso im Maschinenbau und bei Verfahrenstechnik, Metallurgie und Werkstoffkunde. Als technologie- und dienstleistungsorientierter Konzern entwickeln wir – als Solution Provider für unsere Kunden – innovative Verfahren und Werkstoffe, die der Technik neue Wege öffnen.

In unseren Entwicklungszentren arbeiten mehr als 3.300 Wissenschaftler, Ingenieure und sonstige Spezialisten an mehr als 2.000 Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Alle Projekte sind darauf ausgerichtet, unsere Kernkompetenzen bei Produkten und Verfahren zu stärken. Um die Kundennähe sicherzustellen, führen unsere Gesellschaften, die unmittelbar am Markt operieren, die Projekte durch. Für gemeinsame Aufgaben arbeiten sie in einem Netzwerk zusammen.

Innovative Produktentwicklungen auf dem Gebiet der Werkstoffe betreffen den Dualphasenstahl mit Korrosionsschutzprimer für Pkw-Außenhäute, der sich durch eine hohe Umformbarkeit und Festigkeit auszeichnet, dadurch zur Gewichtsreduzierung beiträgt und aufgrund einer optimierten Beschichtung einen verbesserten Korrosionsschutz bietet. Mit der Weiterentwicklung des nichtrostenden Stahles NIROSTA® 4521 steht beispielsweise für die Heiz-, Energietechnik und für Kfz-Abgasanlagen ein Werkstoff mit hoher Korrosionsbeständigkeit zur Verfügung, der im Vergleich zu den austenitischen CrNiMo-Stählen deutliche wirtschaftliche Vorteile bietet. Mithilfe der OxyCup®-Technologie können nicht verwertbare eisenhaltige Reststoffe des Hüttenbetriebes wieder zu Roheisen erschmolzen werden, sodass Rohstoffressourcen und Deponiekapazitäten geschont sowie Kosten gespart werden können.

Im Hinblick auf Leichtbau wurde eine neue Technik zur kostengünstigen Herstellung von Hohlprofilbauteilen entwickelt: Mit der T3-Profiliertechnik hergestellte Hohlprofilbauteile erweitern wegen ihres hohen Flächenträgheitsmomentes die Leichtbaumöglichkeiten beträchtlich.

Das neu entwickelte HPPO(Hydrogen Peroxide Propylene Oxide)-Verfahren ermöglicht die koppelproduktfreie Herstellung von Propylenoxid mit Wasserstoffperoxid als Oxidationsmittel. Propylenoxid ist eine vielseitig verwendete Massenchemikalie und wird bei der Herstellung von Polyurethanen eingesetzt. Das Verfahren gilt als ressourcen- und umweltschonend, da ein sehr selektiv wirkender Katalysator sowie umweltfreundliches H2O2 eingesetzt werden; als Nebenprodukt entsteht Wasser.

Im Automotive-Bereich dient ein neuartiges Tragstrukturkonzept für die Einzelradaufhängung, das auf dem Doppelquerlenkerprinzip beruht, zur Verbesserung des Fahrkomforts, der Fahrsicherheit und des Crash-Verhaltens von schweren Nutzfahrzeugen.

Dank des revolutionären Personenbeförderungssystems TurboTrack können mehr Menschen schneller und ohne Wartezeiten über Strecken bis zu 1,5 km befördert werden. Mit einem kontinuierlich laufenden Palettenband und drei Geschwindigkeitszonen steht ein attraktives Produkt für zahlreiche Anwendungsgebiete, wie z.B. an Flughäfen, zur Verfügung.

In der Kraftwerkstechnik steht ein neuartiger Schmelzzyklon zur Verbrennung von Flugstaub, der bei Kohlenstaubfeuerungen anfällt, zur Verfügung. Der noch vorhandene Restheizwert des Flugstaubes kann auf diese Weise nutzbar gemacht, die entstehende Flugasche in eine umweltverträgliche Form überführt sowie der Anlagenwirkungsgrad durch eine entsprechende Einsparung der Primärenergie verbessert werden.