Schon Anfang der 1970er-Jahre finden Überlegungen der August Thyssen-Hütte AG über eine intensivere internationale Ausrichtung des Konzerns statt. Planungen, an verschiedenen Orten in der Welt Rohstahl zu produzieren und diesen in Duisburg weiter zu verarbeiten, werden nach der Ölpreiskrise von 1973 aufgegeben. Im Bemühen um eine zusätzliche Erweiterung der Unternehmensbasis bei gleichzeitiger Reduzierung der Stahlabhängigkeit wird 1978 The Budd Company (USA) akquiriert. Der Schwerpunkt dieses nordamerikanischen Mischkonzerns liegt zum Zeitpunkt der Übernahme im Bereich Automobilzulieferindustrie und in der Produktion zahlreicher Investitionsgüter. Der weiteren Globalisierung des Konzerns dient in den 1990er-Jahren die Fokussierung auf ausgewählte Geschäftsfelder mit gutem Markt- und Ergebnispotenzial. In diesem Zusammenhang sind zu erwähnen: 1997 der Erwerb des Werkzeugmaschinenherstellers Giddings & Lewis Inc. (USA), der Copper and Brass Sales Inc. (USA), einem führenden Handels- und Service-Center für Nichteisen-Metalle in Nordamerika, sowie 1998 der Dover Elevators (USA), dem Marktführer für Hydraulik-Aufzüge in Nordamerika.