1949
Demontagestopp auf der Thyssenhütte.

Thyssen-Angestellte protestieren gegen die Demontage ihres Werks, 1948.
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Seit dem 16. Oktober 1947 steht offiziell fest, dass auch die Thyssenhütte demontiert werden soll, um im Rahmen alliierter Demontagepolitik das deutsche Industriepotenzial zu reduzieren und um die vom Zweiten Weltkrieg besonders betroffenen Staaten durch Sachlieferungen zu entschädigen. Das britische Demontagebüro in Hamborn beauftragt erstmals im April 1948 deutsche Firmen mit dem Abbau der Anlagen. Diese Arbeiten sind von zahlreichen Protesten der betroffenen Mitarbeiter, aber auch der Duisburger Bevölkerung begleitet, die sich zugleich gegen die Demontage-Unternehmen richten. Parteiübergreifend solidarisieren sich ebenfalls Politiker, Kirchen und Gewerkschaften.

Für die Demontage hatten die Alliierten deutsche Arbeiter angeheuert, die in diesem Fall die Presswasseranlage auf der Thyssen-Hütte zerlegen, 1948.
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Das Petersberger Abkommen vom 22. November 1949 bedeutet für viele westdeutsche Firmen das Ende der Demontage, auch für die Thyssenhütte. Die Westalliierten setzten ihre Entflechtungs- und Neuordnungspolitik in der westdeutschen Montanindustrie fort: Die Vereinigte Stahlwerke AG und ihre Betriebsgesellschaften werden auf alliierte Anordnung liquidiert.

Produktionsanlagen und Materialfluss der August Thyssen-Hütte AG nach der alliierten Demontage.
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