1891
August Thyssen ist Eigentümer der Gewerkschaft Deutscher Kaiser in Hamborn bei Duisburg.

Kuxschein der Gewerkschaft Deutscher Kaiser.
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Seit 1883 kauft August Thyssen Kuxe (Anteilscheine) der nicht sonderlich florierenden Zeche Gewerkschaft Deutscher Kaiser (gegründet 1867 als Gewerkschaft Hamborn) und tritt in den Grubenvorstand ein. Die verkehrsgünstige Lage am Rhein mit eigenem Hafen (Alsum), Gleisanschluss an das Eisenbahnnetz und der unmittelbare Zugang zur Kohle erscheinen ihm als besondere Standortvorteile für seine unternehmerischen Vorstellungen. In den nächsten Jahren kauft er nach und nach sämtliche Kuxe auf. 1889 übernimmt er den Vorsitz im Grubenvorstand. Am 29. September 1891 gibt August Thyssen bekannt, gemeinsam mit seinem Bruder Joseph im Besitz sämtlicher Anteile der Gewerkschaft Deutscher Kaiser zu sein. Schon ein Jahr zuvor, am 14. August 1890, hatte der Grubenvorstand die Erweiterung der Steinkohlenzeche um ein Stahl- und Walzwerk unmittelbar neben dem bereits fördernden Schacht 3 beschlossen. Der Ausbau der Gewerkschaft Deutscher Kaiser zum Hüttenwerk mit eigener Kohlenbasis beginnt. Der erste Abstich im Siemens-Martin-Stahlwerk findet am 17. Dezember 1891 statt. Beide Ereignisse des Jahres 1891 gelten später als Gründungsdaten des Thyssen-Konzerns. An gleicher Stelle wie vor über einhundert Jahren erzeugt das Stammwerk der Thyssen Krupp Stahl AG noch heute Stahl.

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