Nach 1933 wird Krupp eng in die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik eingebunden. So wird im Rahmen der Autarkiebestrebungen neben der Gewinnung von Treibstoffen und Mineralölen aus heimischer Kohle auch die inländische Erzbasis ausgebaut, wobei das bereits 1929 entwickelte Krupp-Rennverfahren zusätzlich die Verhüttung eisenarmer Erze ermöglicht. Im Rahmen des Vierjahresplanes greifen staatliche Behörden in die Produktionsplanung des Unternehmens ein: Der Bau von Lokomotiven, Lastkraftwagen und Schiffen wird stark vorangetrieben, auch die Waffenproduktion wird wieder aufgenommen. Der Anteil dieses Produktionszweiges liegt jedoch erheblich niedriger als im Ersten Weltkrieg. Das 1942 fertig gestellte und nur in zwei Exemplaren gebaute 80 cm-Eisenbahngeschütz "Dora" stellt das größte jemals gebaute Geschütz dar, ist aber damals bereits durch die Mittel des Luftkriegs überholt. 1938 läuft der Schwere Kreuzer "Prinz Eugen" bei der Germaniawerft vom Stapel, wo im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges auch ein großer Teil der deutschen U-Boote gebaut wird.