Bereits 1917 hat Krupp hier ein großes Stahlwerk (Martinwerk 7) errichtet, 1922/23 ein Walzwerk. Mit der Hochofenanlage wird ein Hüttenwerk fertig gestellt, das zu den modernsten in Europa zählt und zum Zentrum der Edelstahlerzeugung im Konzern wird, die besonders für den Bau von Chemieanlagen Bedeutung gewinnt. Ebenfalls 1929 wird bei Krupp die mit 15.000 Tonnen damals größte Schmiedepresse der Welt in Betrieb genommen. Sie ermöglicht das Schmieden von Hochdruckkesseln aus Rohblöcken bis zu 300 Tonnen Gewicht. Beide Anlagen werden nach dem Zweiten Weltkrieg vollständig demontiert. Das unzerstörte Hüttenwerk wird in die Sowjetunion transportiert, die Schmiedepresse nach Jugoslawien.