1864
Erwerb von Eisenerzgruben, Hütten und Kohlezechen.

Die Essener Zeche Vereinigte Sälzer & Neuack lag in unmittelbarer Nähe der Kruppschen Gussstahlfabrik und war in der Frühzeit Kohlenlieferant für das Unternehmen.
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Mit dem Ankauf von Eisenerzgruben im Lahngebiet beginnt der Ausbau des Unternehmens zu einem vertikal strukturierten Konzern. Alfred Krupp will bei dem gewachsenen Rohstoffbedarf von fremden Lieferanten unabhängig sein. 1865 erwirbt er vom preußischen Fiskus die Sayner Hütte bei Koblenz und in den folgenden Jahren noch weitere Hüttenwerke am Rhein sowie zahlreiche Erzgruben an der Lahn und im Westerwald. Den Kohlebedarf deckt er durch die Anpachtung der Essener Zeche Graf Beust 1864 - 1884 und den Kauf der Zeche Hannover bei Bochum 1872. Mit der gleichzeitigen Beteiligung an der spanischen Orconera Iron Ore Co. gewinnt er Zugang zu phosphorarmen und damit für das Bessemer-Verfahren geeigneten Erzen. Dadurch ist Krupp nicht darauf angewiesen, das neue Thomasverfahren für die Verhüttung phosphorhaltiger Erze einzuführen, wie dies zahlreiche andere Hüttenwerke im Ruhrgebiet tun. Für den Transport der spanischen Erze gründet er 1873 eine eigene Reederei in Rotterdam.

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