Seit dem Tod Friedrich Krupps führt die Witwe Therese Krupp, unterstützt von ihren Verwandten und ihrem damals 14-jährigen ältesten Sohn Alfred, das Unternehmen weiter. In langwierigen Versuchen wird Sicherheit in der Herstellung von qualitativ hochwertigem Tiegelstahl gewonnen. Bei der Herstellung von Walzen geht Krupp 1830 zur Endproduktion über, da die früher gelieferten Walzenrohlinge bei unsachgemäßer Bearbeitung durch die Kunden häufig springen. Für die Endprodukte wird Qualitätsgarantie übernommen. Seit 1833 stellt Krupp zusätzlich komplette Walzmaschinen her. Die Produktion ist mengenmäßig zunächst noch begrenzt, jedoch kann durch die Aufhebung der Zollschranken im Deutschen Zollverein 1834 der Kundenkreis erweitert werden. Zusätzlich ermöglicht der Erwerb der ersten Dampfmaschine 1835 eine kostengünstigere Produktion. Beides wirkt sich absatzfördend aus und als Folge werden die Betriebsstätten vergrößert. Durch Reisen auch in andere europäische Länder können weitere Kunden gewonnen werden.