Forschung
Forschungszentren
Qualifizierte Mitarbeiter sind die Basis unserer hohen Innovationskompetenz. Mittlerweile werden unsere Innovationsprojekte von mehr als 3.000 Mitarbeitern in dezentralen Entwicklungszentren und -abteilungen engagiert vorangetrieben. Die Kompetenzen der verschiedenen Forschungs- und Entwicklungsbereiche des Konzerns ergänzen sich dabei: Gezielt werden Synergien aufgezeigt und genutzt, die zwischen den einzelnen Business Areas bestehen. Beispielhafte Forschungszentren sind im Folgenden aufgeführt.
- Werkstoffforschung in Duisburg
Die Werkstoffforschung der ThyssenKrupp Steel Europe AG stellt sowohl die ständige Optimierung bestehender Produkte als auch die Neuentwicklung von marktgerechten Werkstoffen aus Stahl sicher. Ziel der Werkstoffentwickler ist es, den Bedarf der Zukunft schon heute zu erkennen und die Produktpalette zu erweitern. Die Entwicklungsarbeiten umfassen alle Prozessstufen der Fertigung, von der Stahlerzeugung bis zur Oberflächenveredelung.
Das Spektrum der eingesetzten Methoden reicht von der metallkundlichen Charakterisierung über die chemische Analyse der Werkstoffe bis zu hochspezialisierten physikalischen Messverfahren zur Untersuchung von Grundwerkstoff und Oberflächenbeschichtung. - Uhde Biotechnologie
Die Uhde Biotechnologie konzentriert sich auf Verfahren der so genannten "Weißen Biotechnologie", in der Grundchemikalien wie Milchsäure oder Bernsteinsäure nicht über den petrochemischen Weg, sondern aus Biomasse gewonnen werden. Mit einem multidisziplinären Team bestehend aus Biologen, Biotechnologen, Chemikern und Verfahrenstechnikern wurde ein neues Verfahrensprinzip entwickelt, in dem Abfallstoffe vermieden werden. Alle Verfahrensschritte bis hin zur Musterherstellung werden im Technikum erprobt und potenziellen Kunden demonstriert. - ThyssenKrupp Elevator Innovation Center
Im ThyssenKrupp Elevator Innovation Center im nordspanischen Gijón entwickeln Ingenieure innovative Lösungen für Fahrtreppen, Fahrsteige und Fluggastbrücken. Das Forschungs- und Entwicklungszentrum ist in der ehemaligen Universität der Stadt untergebracht. Hier finden die Mitarbeiter mit modernsten Labor- und Büroräumen ideale Vorraussetzungen für Ihre tägliche Arbeit. Darüber hinaus profitiert die Einrichtung von der Nähe zum Technologiepark, zur Universität der Nachbarstadt Oviedo sowie verschiedenen Produktionsstätten von ThyssenKrupp Elevator. Diese außergewöhnliche Verbindung zwischen Theorie und Praxis sowie die Innovationskraft machen das Innovation Center zu einem festen Bestandteil im weltweiten Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk der Business Area Elevator Technology.
Forschungskooperationen
Um unser Produktspektrum marktnah und kundenorientiert weiterzuentwickeln, arbeiten unsere Entwicklungsteams eng mit unseren Abnehmern zusammen. Ein weit gespanntes und zum Teil auf langjährigen Partnerschaften beruhendes Netzwerk mit Hochschulinstituten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen integriert darüber hinaus aktuelle Erkenntnisse aus der Wissenschaft. ThyssenKrupp kooperiert mit zahlreichen renommierten Universitäten, Hochschulen und wissenschaftlichen Institutionen im In- und Ausland.
- Engagiert in der Werkstoff-Spitzenforschung (ICAMS)
Prominentes Beispiel einer langfristig ausgerichteten strategischen Partnerschaft ist die Gründung des Interdisciplinary Center for Advanced Materials Simulation (ICAMS) an der Ruhr-Universität Bochum. Das Institut hat im Juni 2008 die Arbeit aufgenommen. ICAMS ist ein europaweit einzigartiges Entwicklungszentrum für neue Hightech-Materialien. Finanziert wird es in Public-Private-Partnership von führenden deutschen Werkstoffproduzenten und -anwendern sowie dem Land Nordrhein-Westfalen. Die Federführung für die industriellen Partner liegt bei ThyssenKrupp. Bei der "Advanced Materials Simulation", die in Bochum eingesetzt wird, handelt es sich um eine neuartige Schlüsseltechnologie in der Werkstoffentwicklung. ICAMS soll neue Materialien vor allem am Rechner modellieren und deren Eigenschaften durch Simulation vorhersagen. Über einen Multiskalenansatz werden alle für Werkstoffe relevanten Dimensionen in die Simulation einbezogen – von der atomaren Struktur über die Mikrostruktur bis hin zu den makroskopischen Eigenschaften. In Zusammenarbeit mit den ICAMS-Forschern werden wir künftig noch bessere Werkstoffe noch schneller auf den Markt bringen und Kundenbedürfnisse noch präziser erfüllen können. - Forschungskooperation mit der Technischen Universität Dresden
Um die Entwicklung von Zukunftstechnologien zu beschleunigen, kooperieren ThyssenKrupp Steel Europe und die Technische Universität Dresden auf dem Gebiet der Faserverbundwerkstoffe. In einem Verbundprojekt werden zunächst die Grundlagen für ein Elektrofahrzeug in Ultra-Leichtbauweise erarbeitet. Ziel der Projektpartner ist es, durch konsequente Gewichtsreduzierung akzeptable Reichweiten bei attraktiven Kosten zu erreichen. Ein Schwerpunkt der Projektarbeit bildet die Entwicklung einer Karosseriestruktur, in der die neuen Antriebs- und Energiespeicherkomponenten berücksichtigt sind. Bei der Werkstoffauswahl stehen kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe (CFK) im Mix mit Metallen im Vordergrund. Ein weiterer Schwerpunkt bildet die Entwicklung von Fertigungstechnologien. Insbesondere für CFK-Bauteile sollen wirtschaftliche Produktionsmöglichkeiten entwickelt werden, die es ermöglichen, den teuren Werkstoff auch in Serienfertigungen mit größeren Stückzahlen zu verwenden.
Die Forschungs- und Entwicklungsinitiative ist herstellerneutral und will den Automobilproduzenten nach Projektabschluss realisierbare, durch Prototypen abgesicherte Lösungsvorschläge für die Serienfertigung anbieten.



