Chief Compliance Officer Dr. Christoph Klahold
und Heads of Corporate Departments / Business Areas Compliance
Chief Compliance Officer Dr. Christoph Klahold und Heads of Corporate Departments / Business Areas Compliance

Compliance

Compliance als konzernweite Maßnahmen zur Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien ist bei ThyssenKrupp eine wesentliche Leitungs- und Überwachungsaufgabe.

Der Vorstand der ThyssenKrupp AG hat seine ablehnende Haltung zu Kartell- und Korruptionsverstößen im sogenannten ThyssenKrupp Compliance Commitment unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. Zur Einhaltung von Recht, Gesetz und internen Richtlinien gibt es ein klares Bekenntnis: Verstöße, insbesondere Kartell- oder Korruptionsverstöße, werden im Sinne von "Null Toleranz" nicht geduldet. Sämtlichen Hinweisen auf Fehlverhalten wird nachgegangen. Zur Umsetzung des Compliance Commitments wird eine transparente und am Konzernleitbild orientierte Führungskultur kontinuierlich weiterentwickelt. Die Mitarbeiter und Führungskräfte von ThyssenKrupp tragen eine persönliche und unternehmerische Verantwortung zur Einhaltung der Compliance Anforderungen. Sie werden dabei von der Compliance Funktion unterstützt.

Aufbau und Elemente des Compliance Programm
Aufbau und Elemente des Compliance Programmnzoom
Aufbau und Elemente des Compliance Programm

Compliance-Programm

Unser Compliance-Programm zur Korruptionsbekämpfung und zum Kartellrecht ruht auf den drei Säulen "Informieren", "Identifizieren" sowie "Berichten und Handeln". Es wird kontinuierlich intern fortentwickelt und regelmäßig extern im Hinblick auf die geltenden rechtlichen Anforderungen sowie von Wirtschaftsprüfern überprüft.

Informieren

Die durch die Compliance Officer weltweit durchgeführten Schulungen, in denen unsere Mitarbeiter über die Compliance-Anforderungen und Risiken in den Bereichen Antikorruption und Kartellrecht sowie mögliche Sanktionen unterrichtet werden, sind zentraler Bestandteil der Säule "Informieren" des Compliance-Programms. Die Compliance Anforderungen in Form von konzernweit geltenden Richtlinien ergeben sich aus dem geltenden Recht und dienen auch der Umsetzung internationaler Standards. Sie enthalten beispielsweise Vorgaben zum Umgang mit Wettbewerbern und Geschäftspartnern, zu Einladungen und Geschenken sowie das Verbot sogenannter Facilitation Payments.

Seit August 2012 läuft die dritte Runde des Compliance-E-Learnings, ferner wurde im September 2013 ein weltweites E-Learning für Compliance Manager gestartet; diese werden dort über ihre Aufgaben im Rahmen der Umsetzung des Compliance-Programms in den operativen Einheiten informiert. Daneben führen wir regelmäßig Webinare zu aktuellen Themen durch und informieren die Mitarbeiter durch interne Newsletter.

Im Rahmen der Compliance-Beratung begleiten wir wesentliche Geschäftsvorgänge, u.a. im Rahmen von Großprojekten oder bezüglich der Einbindung von Vertriebsmittlern. Den Mitarbeitern stehen hierfür die Compliance Officer der Business Areas, der Regionen und des Bereichs Corporate ebenso zur Verfügung wie die zentrale Beratungshotline. Bei der Integration von Compliance in die Geschäftsprozesse beraten die Compliance Officer die operativ verantwortlichen Einheiten.

Identifizieren

Basis für die strategische Ausrichtung des Compliance Programms ist die Durchführung einer konzernweiten Analyse der Kartell- und Korruptionsrisiken. Die Identifizierung dieser Risiken auf Konzernunternehmensebene ermöglicht die Ableitung individueller Maßnahmenpläne zur spezifischen Risikominimierung, die von den Konzernunternehmen mit Unterstützung der Corporate Function Compliance umgesetzt werden.

Weiterer Schwerpunkt der Säule "Identifizieren" des Compliance-Programms ist die regelmäßige Überprüfung kritischer Geschäftsaktivitäten durch einen risikoorientierten, strukturierten Audit-Ansatz. Als weiteres wesentliches Element zur Identifikation von Compliance-Risiken dient das sogenannte Whistleblower-System, das den Mitarbeitern neben dem direkten Kontakt zum Vorgesetzten oder der Compliance-Abteilung als zusätzlicher Kanal zur Verfügung steht, um Hinweise auf mögliche Gesetzes- oder Richtlinienverstöße – auch ohne Offenlegung ihrer Identität – melden zu können. Auch hier stehen die Bereiche Kartellrecht und Korruption im Fokus. Die Meldungen per Online-Formular bzw. weltweit erreichbare und kostenfreie Hotline werden zur weiteren unternehmensinternen Prüfung weitergeleitet. Daneben hat ThyssenKrupp einen Ombudsmann etabliert, der den Mitarbeitern als weiterer Kanal für entsprechende Meldungen zur Verfügung steht. Der Ombudsmann wird im Auftrag von ThyssenKrupp tätig, ist jedoch berechtigt, eingegangene Meldungen auch anonym weiterzugeben. Unabhängig von der Erkenntnisquelle wird sämtlichen Hinweisen auf Fehlverhalten intern konsequent nachgegangen. Dabei wird sichergestellt, dass kein Mitarbeiter auf Grund seiner im besten Wissen getätigten Meldung an den Ombudsmann oder das Whistleblowing-System Nachteile erleidet. Auch Dritte wie Kunden oder Lieferanten können sich an das Whistleblowing-System oder den Ombudsmann wenden.

Berichten und Handeln

Die dritte Säule "Berichten und Handeln" bedeutet eine intensive Compliance-Berichterstattung in allen drei Dimensionen der ThyssenKrupp Matrix. Bei nachgewiesenen Kartellverstößen oder Verstößen gegen die Vorschriften zur Korruptionsbekämpfung gehen wir konsequent mit Sanktionen gegen die betroffenen Mitarbeiter vor.

Zero Tolerance

Unsere Erfahrung zeigt, dass Basis für eine erfolgreiche Umsetzung des Compliance-Programms eine für Werte wie Offenheit, Transparenz und Glaubwürdigkeit stehende Unternehmenskultur ist. An diesen Werten richtet sich das Handeln des Unternehmens und seiner Mitarbeiter aus – als Teil der unternehmerischen Verantwortung der Führungskräfte für Compliance. Zur Einhaltung von Recht, Gesetz und internen Richtlinien gibt es das klare Bekenntnis, dass bei ThyssenKrupp Verstöße, insbesondere Kartell- oder Korruptionsverstöße, im Sinne von "Null Toleranz" nicht geduldet werden.