Chief Compliance Officer
Dr. Christoph Klahold
Compliance Officer Dr. Jörg Horney, Chief Compliance Officer Dr. Christoph Klahold, Compliance Officer Maria Markus

Compliance Programm

Compliance als Maßnahmen zur Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien ist bei ThyssenKrupp eine wesentliche Leitungsaufgabe. Der Schwerpunkt der konzernweiten Compliance Aktivitäten des Unternehmens liegt in den Bereichen Kartellrecht und Korruptionsbekämpfung.

Das ThyssenKrupp Compliance Programm wurde unmittelbar nach der Fusion von Thyssen und Krupp im Jahre 1999 eingeführt. Es wird seitdem regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.

ThyssenKrupp hat sein konzernweites Compliance Programm für den Betrachtungszeitraum April bis September 2011 durch die KPMG AG nach dem Prüfungsstandard 980 des Instituts der Wirtschaftsprüfer e.V. bezogen auf die Teilbereiche Kartellrecht und Korruptionsbekämpfung prüfen lassen. Geprüft wurde neben dem Aufbau und der Implementierung insbesondere die Wirksamkeit des Compliance Programms, was der höchstmöglichen Prüfungstiefe des IDW PS 980 entspricht. Wegen der besonderen Regeln in den USA und Kanada waren die dortigen Tochtergesellschaften nicht Gegenstand der Prüfung. KPMG hat bestätigt, dass das ThyssenKrupp Compliance Management System angemessen implementiert und im Betrachtungszeitraum wirksam war. Soweit auf Grundlage der getroffenen Feststellungen Empfehlungen für die Compliance Arbeit ausgesprochen wurden, wird deren Umsetzung geprüft. Der Bericht von KPMG steht zum Download zur Verfügung.

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Prüfungsbericht

Der Vorstand der ThyssenKrupp AG hat seine ablehnende Haltung zu Kartell- und Korruptionsverstößen im April 2007 noch einmal unmissverständlich zum Ausdruck gebracht und zu diesem Zweck das ThyssenKrupp Compliance Commitment abgegeben:

Kartellverstöße oder Verstöße gegen die Vorschriften zur Korruptionsbekämpfung werden im ThyssenKrupp Konzern nicht geduldet (Zero Tolerance). Das ThyssenKrupp Compliance Commitment wird ergänzt durch einen Code of Conduct und verschiedene Konzernrichtlinien und Informationsschriften, mit denen die zugrunde liegenden gesetzlichen Bestimmungen näher erläutert und für den Konzern und seine Mitarbeiter konkretisiert werden.

Im Vorstand der ThyssenKrupp AG ist einem Vorstandsmitglied die Ressortzuständigkeit für Compliance zugewiesen. An das ressortverantwortliche Vorstandsmitglied berichtet der Chief Compliance Officer, der den zentralen Compliance Bereich leitet und die Compliance Aktivitäten im ThyssenKrupp Konzern koordiniert. Bei der ThyssenKrupp AG sind vier Compliance Departments eingerichtet. Das Department Awareness & Prevention trägt Sorge für die fortlaufende Weiterentwicklung des Compliance Programms und seine Umsetzung. Das Department Projects, Reporting & Processes führt die Projekte zur Weiterentwicklung des Compliance Programms und standardisierbare Prozesse durch und betreut die interne Compliance Berichterstattung. Das Department Investigation kümmert sich um anlassunabhängige Compliance Audits und Ermittlungen in Verdachtsfällen. Sofern es Hinweise auf Verstöße gegen das ThyssenKrupp Compliance Programm gibt, werden diese aufgenommen und geprüft. Mit dem Department Regions wird die Compliance Beratung in Risikoregionen durch sog. Regional Compliance Officer verstärkt, die vor Ort sowie in Kenntnis der lokalen Gesetzgebung und Kultur ausgewählte ThyssenKrupp Auslandsgesellschaften zu Compliance relevanten Themen beraten und Schulungen durchführen. In den Business Areas erfolgen die Compliance Beratung und die Durchführung von Präsenzschulungen durch jeweils zentral verantwortliche Compliance Officer, die unmittelbar an den Chief Compliance Officer berichten.

In den Konzernunternehmen werden aus dem Kreis der Führungskräfte Compliance Manager bestimmt, die dort für die Umsetzung der Compliance Richtlinien verantwortlich sind.

Mitarbeiter des Konzerns werden in Präsenzschulungen sowie durch ein konzernweit eingeführtes interaktives E-Learning Programm über die maßgeblichen gesetzlichen Bestimmungen bzw. internen Richtlinien informiert.

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden mehr als 2.400 Mitarbeiter des ThyssenKrupp Konzerns in Präsenzschulungen geschult. Die Präsenzschulungen werden durch ein konzernweites interaktives E-Learning-Programm ergänzt, an dem seit der Einführung der aktuellen Schulungsrunde rd. 42.000 (Kartellrecht) bzw. mehr als 36.000 (Korruptionsprävention) Mitarbeiter teilgenommen haben.

ThyssenKrupp Mitarbeiter können Hinweise auf mögliche Gesetzes- und Richtlinienverstöße dem Vorgesetzten oder direkt an die Compliance Abteilung melden. Daneben steht ihnen das sog. Whistleblower System zur Verfügung, bei dem Compliance Verstöße auf Wunsch auch unter Geheimhaltung der Identität des Meldenden entgegen genommen werden.

Weitere aktuelle Informationen zum Umsetzungsstand des Compliance Programms nebst Schulungsstatistiken finden sich in der Erklärung zur Unternehmensführung, die Bestandteil des Geschäftsberichts und des Corporate Governance Berichts ist.