Strategie
Strategische Weiterentwicklung des Konzerns
Nach erfolgreichem Turnaround im Geschäftsjahr 2009/2010 haben wir im Berichtsjahr die weitere strategische Entwicklung des Konzerns definiert. Markt- und Kundenorientierung, gepaart mit Innovationsstärke und Engineering-Kompetenz spannen dabei den Rahmen für den nachhaltigen Erfolg.
Globale Trends sind unsere Wachstumsbasis
| Geschäftschancen für ThyssenKrupp |
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Die Wirtschaftskraft der Schwellenländer, allen voran Brasilien, Indien und China, entwickelt sich rasant. Globale Trends wie die demografische Entwicklung, die zunehmende Urbanisierung oder die Globalisierung der Waren- und Handelsströme sind maßgebliche Impulse für die stetig steigende Nachfrage. Die Welt braucht immer "mehr" – seien es Konsum- und Investitionsgüter, Infrastruktur, Energie oder Rohstoffe.
Der wachsenden Nachfrage stehen Restriktionen gegenüber, vor allem die begrenzte Verfügbarkeit von Ressourcen sowie die Notwendigkeit, mit unserer Umwelt schonend umzugehen. Der globale Klimawandel führt zu strengeren Rahmenbedingungen für die Wirtschaft; gefordert ist ein möglichst effizienter Einsatz von Ressourcen und Rohstoffen. Die Welt benötigt also nicht nur "mehr", sondern vor allem "bessere" Lösungen: besseren Einsatz von Ressourcen, effizientere Infrastruktur, umweltschonendere Produktionsprozesse und effizientere Konsum- und Industriegüter.
Hier eröffnen sich für ThyssenKrupp beachtliche Zukunftschancen. Schließlich können wir mit unserer breiten und führenden Engineering-Kompetenz auf vielen Gebieten die Anforderungen sowohl nach "mehr" als auch nach "besser"
erfüllen – in den Industrieländern und auch in den aufstrebenden Märkten. So entstehen für uns wie auch für unsere Kunden weltweit klare Wettbewerbsvorteile.
Als weitere Maßnahme der strategischen Weiterentwicklung hat ThyssenKrupp Anfang Juli 2011 eigene Aktien in Höhe von 9,6 % des Grundkapitals veräußert. Dabei haben wir 49.484.842 Stück Aktien zu einem Preis von 32,95 € je Aktie platziert; der Mittelzufluss betrug 1,6 Mrd €. In einem "Accelerated Bookbuilding"-Verfahren konnten die Aktien überwiegend bei deutschen und internationalen institutionellen Investoren platziert werden. Mit der Transaktion wurde das Eigenkapital gestärkt und die Netto-Finanzschulden wurden reduziert. Die ThyssenKrupp AG hält nun keine eigenen Aktien mehr.
Das Strategiekonzept wird durch ein neues Konzernleitbild unterstützt, an dessen Entwicklung über 1.300 Mitarbeiter aus allen Business Areas mitgewirkt haben – unter anderem in Workshops in den USA, Kanada, Brasilien, Spanien, China, Hongkong, Dubai, Indien, Südafrika und Deutschland. Als neue "Unternehmensverfassung" schafft das Leitbild ein gemeinsames Dach für alle Mitarbeiter des Konzerns. Es fordert und fördert mehr Transparenz, Offenheit und integrierte Zusammenarbeit in unserer Arbeitskultur. Höchste Ansprüche und gemeinsame Werte wie Zuverlässigkeit, Integrität und Verantwortung für die Gesellschaft sollen unser unternehmerisches Handeln prägen. Wir verstehen uns als Technologiekonzern mit hoher Werkstoffkompetenz und lösen gemeinsam mit unseren Kunden die Herausforderungen der Zukunft.
Quelle: Geschäftsbericht 2010/2011, Seite 50-52



