Ausblick
Die Staatsschuldenkrise führte im Geschäftsjahr 2011/2012 bislang zu erkennbaren Auswirkungen auf die Entwicklung in unseren Kernmärkten; weiter anhaltende konjunkturelle Verunsicherungen können nicht ausgeschlossen werden.
Auf Grund der Stabilität unserer weniger zyklischen Industrieguüter-Geschäfte sowie Verbesserungen bei unseren Werkstoff-Geschäften gehen wir fuür die 2. Hälfte des aktuellen Geschäftsjahres gegenuüber der 1. Hälfte allerdings von einem moderaten Anstieg unseres Bereinigten EBIT aus:
- Bei den Werkstoff-Aktivitäten erwarten wir, dass sich bei einer von anhaltend hoher Wettbewerbsintensität geprägten Mengen- und Preisentwicklung das Ergebnis fuür Steel Europe auf dem Niveau des 1. Halbjahres einstellt, während das Ergebnis von Materials Services im 2. Halbjahr besser ausfallen sollte. Bei Steel Americas werden sich durch den stabileren technischen Hochlauf Verbesserungen ergeben; gegenläufig wird sich weiterhin der durch den Markteintritt bedingte Erlösdruck auswirken.
- Bei den Industriegüter-Geschäften werden sich die Ergebnisbeiträge aus dem Anlagenbau verbessern und bei den Aufzügen stabilisieren. Im vergleichsweise zyklischeren Geschäft mit Komponenten gehen wir davon aus, dass die derzeit insgesamt gute Auslastung auch in die 2. Geschäftsjahreshälfte hinein anhält. Die Ergebnisbeiträge von Marine Systems werden sich normalisieren.
Für das Geschäftsjahr 2011/2012 erwarten wir auf Konzernebene ein Bereinigtes EBIT im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Unser Ziel im Geschäftsjahr 2011/2012 ist es weiterhin, die Komplexität im Konzern zu reduzieren, Kosten zu senken und die Cash-Generierung nachhaltig zu verbessern. Daneben streben wir die Reduzierung der Netto-Finanzschulden an.
Für das Geschäftsjahr 2012/2013 gilt:
- Wir werden weiterhin an der strukturellen Verbesserung des Konzerns arbeiten und das ganzheitliche Konzept zur strategischen Weiterentwicklung mit Nachdruck umsetzen. Dies kann unter anderem Maßnahmen für nachhaltige Kostensenkungen oder Optimierungen des Portfolios umfassen.
- Sofern sich die wirtschaftlichen Auswirkungen der Staatsschuldenkrise nicht auf unser Geschäftsjahr 2012/2013 erstrecken, gehen wir im Zuge des allgemeinen Wirtschaftswachstums auch von einer Steigerung des Umsatzes aus. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich gegebenenfalls gegenläufige Effekte aus Portfoliomaßnahmen ergeben können.
- Ein steigender Umsatz und strukturelle Verbesserungen sollten sich entsprechend positiv auf das Ergebnis auswirken. Weiteres positives Potenzial sollte sich aus operativen Verbesserungen bei Steel Americas ergeben. Bei unseren Netto-Finanzschulden streben wir weiterhin eine Reduzierung an.
Quelle: Zwischenbericht 1. Halbjahr 2011/2012, S. 26-27



