Ausblick
Wie bereits ausgeführt, wurden zum 30. September 2011 die gesellschaftsrechtlichen, organisatorischen und vertraglichen Voraussetzungen für die Eigenständigkeit der Business Area Stainless Global geschaffen; sie wird damit als nicht fortgeführte Aktivität behandelt. Deshalb bezieht sich die nachfolgende Prognose ausschließlich auf die fortgeführten Aktivitäten des Konzerns und Stainless Global ist darin nicht mehr enthalten.
Umsatz und Ergebnis – Im Geschäftsjahr 2011/2012 liegt die Priorität weiterhin auf der Umsetzung der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns. Mit diesem ganzheitlichen Konzept aus Portfolio-Optimierung, Change Management und nachdrücklicher Performance-Orientierung sollen die finanzielle Situation des Konzerns verbessert und ein größerer strategischer Handlungsspielraum erreicht werden. Dafür ist das konzernweite Maßnahmenprogramm impact die zentrale Plattform.
Die Geschäftsentwicklung wird 2011/2012 ganz wesentlich von den möglichen Auswirkungen der Finanzkrise auf unsere Kernmärkte in Europa und dem NAFTA-Raum geprägt sein. Deren Umfang lässt sich derzeit noch nicht verlässlich abschätzen. Diese unsicheren Rahmenbedingungen berücksichtigt der Konzern in seinem Ausblick.
Die Entwicklung des Umsatzes sowie des Ergebnisses aus fortgeführten Aktivitäten (Bereinigtes EBIT) im Vergleich zum Vorjahr sehen wir derzeit wie folgt:
Im Fall einer Stagnation in unseren Kernmärkten erwarten wir, dass der Konzernumsatz auf dem Niveau des Vorjahres liegt, sofern es nicht zu größeren Verwerfungen auf den Rohstoffmärkten kommt.
Dabei sollten im Ergebnis der Materials-Geschäfte Verbesserungen aus dem Hochlauf bei Steel Americas eintreten; gegenläufig sollte sich auswirken, dass Ergebniseffekte aus rohstoffgetriebenen Preissteigerungen des Vorjahres bei Steel Europe und Materials Services ausbleiben. Bei unseren weniger zyklischen Technologies-Geschäften Elevator Technology, Plant Technology und Marine Systems sollte sich eine stabile Ergebnisentwicklung einstellen; allerdings werden sich bei Marine Systems die positiven Einmaleffekte des Vorjahres nicht mehr wiederholen. Bei Components Technology könnte sich eine etwas niedrigere Auslastung der Kapazitäten ergeben.
Im Fall einer leicht rückläufigen Entwicklung in unseren Kernmärkten erwarten wir, dass Umsatz und Ergebnis nachgeben. Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten sollte dabei positiv bleiben.
Unser Ziel im Geschäftsjahr 2011/2012 ist es weiterhin, Komplexität im Konzern zu reduzieren, Kosten zu senken und die Cash-Generierung nachhaltig zu verbessern. Daneben streben wir die Reduzierung der Netto-Finanzschulden an.
Im Geschäftsjahr 2012/2013 werden wir an der strukturellen Verbesserung des Konzerns arbeiten und das ganzheitliche Konzept zur strategischen Weiterentwicklung mit Nachdruck umsetzen. Dies kann unter anderem Maßnahmen für nachhaltige Kostensenkungen oder zur Optimierungen des Portfolios umfassen.
Sofern sich die wirtschaftlichen Auswirkungen der Staatsschuldenkrise nicht auf unser Geschäftsjahr 2012/2013 erstrecken, gehen wir im Zuge des allgemeinen Wirtschaftswachstums auch von einer Steigerung des Umsatzes aus. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich gegebenenfalls gegenläufige Effekte aus Portfoliomaßnahmen ergeben können. Ein steigender Umsatz und strukturelle Verbesserungen sollten sich entsprechend positiv auf das Ergebnis auswirken. Weiteres positives Potenzial sollte sich aus operativen Verbesserungen bei Steel Americas ergeben. Bei unseren Netto-Finanzschulden streben wir weiterhin eine Reduzierung an.
Quelle: Geschäftsbericht 2010/2011, S. 104-105



