ThyssenKrupp Hilfsprojekte für Tsunami-Opfer
Unterstützung für Kleinstbauern in der Region Nagapattinam
Durch den Tsunami wurden die Felder der Kleinstbauern im Nagapattinam-Distrikt überschwemmt und die Ernte, die unmittelbar bevorstand, komplett vernichtet. Da die betroffenen Bevölkerungsschichten keine finanziellen Rücklagen haben, wären sie ohne Unterstützung gezwungen, ihr Land zu verlassen, um sich in den Slums der Großstädte durchzuschlagen.
Kinder im Flüchtlingslager
Mit der Durchführung eines sog. Cash for Work-Programms (= die Menschen leisten bestimmte notwendige Arbeiten selbst und erhalten dafür einen Tageslohn, der ihnen und ihren Familien ein bescheidenes Auskommen sichert) erhalten die Menschen die Möglichkeit, sich bis zur nächsten Ernte ihren Lebensunterhalt zu verdienen und in ihren Dörfern zu bleiben. Indem sie die erforderlichen Wiederaufbauarbeiten selbst verrichten, nehmen die Menschen ihr Schicksal wieder in die Hand.
Zu den vorrangigsten Aufgaben auf den Feldern zählt die Entsalzung und Reparatur der Bewässerungssysteme, damit das angestaute Salzwasser abfließen kann. Kanäle und Teiche müssen gesäubert und von Schutt und Geröll frei geschaufelt werden. So sollen die natürliche Abflussmöglichkeit des Wassers verbessert werden, um auch bei weiteren Fluten einen effektiven Schutz vor Überschwemmungen zu gewährleisten.
Die Entsalzung und Reparatur der Bewässerungssysteme zählt zu den vorrangigsten Aufgaben
Parallel dazu werden bestehende Brunnen und Wasserspeicher ausgebaut, um die Trinkwasserkapazitäten insgesamt zu verbessern. Durch den Tsunami ist die Versorgung mit Trinkwasser in einigen Dörfern vollständig zusammengebrochen, das Trinkwasser ist versalzen und die Qualität sehr schlecht.
In einem weiteren Schritt werden zerstörte Wege und Straßen repariert, um die Infrastruktur und damit die Anbindung an die Städte und Handelszentren zu verbessern. Immer noch sind zahlreiche Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten, der Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten auf größeren Märkten wird damit erheblich erschwert.
Das Projekt umfasst 21 Dörfer.
Reparatur der zerstörten Wege und Straßen
Projektentwicklung
- 7 von 15 Bewässerungsteichen wurden angelegt bzw. erneuert.
- Die Entsalzung und Reparatur der Wasserkanäle hat begonnen.
- Die Beseitigung der Straßenschäden hat begonnen.
Informationen zum indischen Projektpartner St. Joseph's Development Trust
Seit über 40 Jahren ist Kindernothilfe in den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten Südindiens aktiv. Für die Wiederaufbaumaßnahmen und nachhaltige Entwicklungsarbeit kann Kindernothilfe deshalb auf die bestehenden sehr gut organisierten Partnerstrukturen vor Ort zurückgreifen. Die Partnerorganisation SJDT (St. Joseph’s Development Trust) ist eine der größten überkonfessionell und unabhängig arbeitenden Nichtregierungsorganisationen (NGO) in Südindien. Die fachlichen Erfahrungen in der Kinder- und Jugendhilfe und die lokalen Kenntnisse dieses Partners sind sehr hoch. Kindernothilfe hat bereits in zahlreichen Projekten erfolgreich mit SJDT zusammengearbeitet. Ohne das profunde Erfahrungswissen hätte das vorliegende Projekt nicht in solcher Kurzfristigkeit konzipiert werden können.
